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Teufelskreis Prostitution. Ich habe den Ausstieg geschafft

Teufelskreis Prostitution. Ich habe den Ausstieg geschafft

Autor: Winters, Mandy


lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 192

Größe: 20,5 x 14,0 cm

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: acabus Verlag

ISBN: 9783862820597

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 15,00

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
Drei Jahre lang ist Mandy Winters als Hure Lena Männern aller Gesellschaftsschichten zu Diensten. Sie bedient Freier aller Altersklassen und Berufsgruppen, Piloten und Anwälte genauso wie einfache Angestellte. Sie erfüllt geheime Wünsche und lässt viel über sich ergehen, erträgt aufdringliche Kunden, skrupellose Puffmütter und zickige Kolleginnen. Ein Teufelskreis aus Geldgier, dem Wunsch nach Liebe, Abscheu und Krankheit beginnt. Dann entscheidet sie sich für den Ausstieg – und der ist schlimmer als alles, was sie in der Prostitution erlebt hat. Mühsam kämpft sie sich zurück ins Leben und muss dabei viele Rückschläge überwinden. Die Diskriminierung der Gesellschaft ist ihr größtes Hindernis auf dem Weg zurück aus dem Puff. Aber Mandy bleibt stark und wird schließlich für ihre Ausdauer belohnt.
Es reicht So langsam wurde mir das alles zu viel. Ich nahm mir vor, härter zu werden. Um das alles besser verdauen zu können und mich sehr ruhig zu halten. Doch das gelang mir Sensibelchen nicht. Mich nahm das alles sehr mit, vor allem wie wir behandelt wurden. Mich ließ Maria zwar so weit in Ruhe, aber ich erfuhr von Hannah, dass sie mich gnadenlos bei den Mädchen schlecht machte. Ich würde mich wohl für etwas Besseres halten, dabei seien alle Nutten gleich. Ich glaubte Hannah das nicht, aber sie wollte es mir beweisen. Darum ging sie mit dem Telefon ins Bad und rief Maria an. Dann hielt sie mir den Hörer hin um mitzuhören. Und tatsächlich, es war genauso, wie Hannah gesagt hatte. Maria lästerte vom Allerfeinsten über mich ab. Ich war geschockt. So , sagte Hannah mir, lästert sie über jedes Mädchen. So sei das eben im Puff. Und das, obwohl wir ihr die Kohle reinholten. Jedes Mädchen sei austauschbar. Das machte mich wütend, enttäuscht und aggressiv. Ich hätte ja aufhören können, doch ich blieb wegen dem Geld. Ich machte einfach weiter und verwöhnte, trotz innerlichem Druck und Unwohlsein, meine Freier. Ohne zu merken, dass meine Seele schon anfing zu leiden. Vielleicht war es mir auch egal. Ich verglich mich mit den anderen Mädchen, die es noch schlimmer traf, und die es auch wegstecken konnten. Also, weshalb schaffte ich das dann nicht? An der Unruhe im Puff und dem unangenehmen, rauen Ton, den Maria uns gegenüber anschlug, änderte sich nichts. Sie wurde sehr streng, um uns besser unter Kontrolle zu halten. Auch Claudia blieb davon nicht verschont. Dann kam der Tag, an dem ich mir endlich Respekt verschaffen konnte. Ich ging vom Puff aus zum Bäcker, als mir Katja entgegenkam. Dass sie mich hasste, war mir schon klar. Aber als sie mir dann gegenüber stand und mir mitten ins Gesicht sagte: Hoffentlich krepierst du an Aids, du Drecksfotze , rastete ich aus und schlug zu. Das erste Mal in meinem Leben holte ich aus und schlug zu mit der flachen Hand mitten in ihre Faltenfresse. Ihr Kopf schlug gegen die Wand, ihre Sonnenbrille flog meterweit. Ich trat sie in den Unterleib und zog ihr an den Haaren. Sie schrie, weinte und lief in den Puff. Ich hatte mir nicht anders zu helfen gewusst und war erstaunt über mich und meine Kraft. So etwas musste ich mir nicht sagen lassen. Zitternd ging ich statt zum Bäcker wieder zurück in den Puff. Dort war es totenstill und alle Mädchen schauten mich erstaunt an. Ich fragte: Ist was? Oder möchte noch jemand mit mir rausgehen? Als Antwort schwiegen alle, Katja weinte. Was für eine Wohltat für mich, die alte Faltenfresse weinen zu sehen. Ich fühlte mich so stark. Claudia sagte zu mir: Das musste doch nicht sein. Doch musste es und an all die anderen Mädchen hier, ich werde mir nichts mehr von euch gefallen lassen. Ich will in Ruhe meine Arbeit machen und sonst nichts , konterte ich. Das hatte gesessen. Seit diesem Tag mobbte mich keine mehr. Die Mädchen unterhielten sich mit mir und ließen mich schön in Ruhe. Dass hinter meinem Rücken noch weiter gelabert wurde, war mir egal. Für Maria war ich nach diesem Vorfall wieder die Tollste und sie lobte mich: Du traust dich was, du hast Power, so ist es richtig. Mir ging Maria am Arsch vorbei und ich lernte, im Puff zu überleben. Dafür musste ich mich auf dieselbe Schiene begeben, wie alle anderen. Katja ging mir aus dem Weg und verließ einige Wochen später den Puff. Ich war zwar erschrocken über mich und über alles, was ich im Puff erlebt hatte, aber es war mir egal. Ich wollte Geld verdienen und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein, weil ich endlich den Respekt der anderen hatte und mich durchsetzen konnte. Der Puff ist eben eine harte Schule - das ist das wahre Leben. So sammelte ich wieder alle Kraft, um eine gute Hure und Schauspielerin zu sein. Ich hatte auch schon gute und viele Stammkunden gewonnen. Da war zum Beispiel Martin. Am Anfang konnte ich den gar nicht leiden, aber mit seinem Beruf zusammenhing. Er arbeitete bei einer Versicherung, diese Typen sind immer komisch. Er war Single und 28 Jahre alt. Im Bett verstanden wir uns sehr gut. Martin war sehr kuschelig, er konnte gut küssen, war sehr sauber und gepflegt. Mit ihm machte es mir Spaß. Er besuchte mich lange Zeit einmal die Woche und es entwickelte sich so eine Art Bekanntschaft. Immer in seiner Mittagspause kam er zu mir. Martin besorgte mir auch eine Putzfrau, weil ich nur noch zum Schlafen in meiner Wohnung war. Putzen kam mir da nicht mehr in den Sinn, lieber saß ich im Puff. Einmal die Woche kam sie für zwei Stunden in meine Wohnung - welch ein Luxus für mich. Ich bezahlte ihr für die zwei Stunden 50 Euro, auch Weihnachtsgeld gab ich ihr gerne. Am Anfang machte ihr Ehemann Probleme. Bei einer Nutte sollte Sie nicht putzen. Er wollte mich unbedingt kennenlernen und als ich dann vor ihm stand und ihm die Hand gab, glotzte er mich an und fragte ungläubig: Du bist eine Nutte? Was denkst du denn? Dass ich rumlaufe wie Julia Roberts in Pretty Woman, oder was? Minirock, Strapse, Kippe im Maul und die Schnauze vom Zuhälter poliert? Oder wie stellst du dir eine Nutte vor? , machte ich ihn an. Er nuschelte in seinen Bart: Ist schon ok. Das passt schon. Aber Kunden empfängst du zu Hause nicht? , wollte er noch wissen. Nein, ich sitze den ganzen Tag im Puff. Zufrieden? , entgegnete ich ihm. Das war’s dann. Ich ging und konnte über seine Fragen nur den Kopf schütteln. Hallo Gesellschaft, was denkt ihr denn? Wir sind ganz normale Frauen! Es gibt die eine Seite der Huren, wie hier im Buch beschrieben. Es gibt aber auch die Huren, die so sind wie ich es war. Sauber, gepflegt, gute Kinderstube, höflich und nicht dumm. Die Menschen werden es nie lernen. Ich war Martin sehr dankbar für die gute Haushaltsfee. Und dann geschah das Beste, was einer Hure passieren kann: Martin verliebte sich in mich. Die Sehnsucht und die Schmetterlinge im Bauch trieben ihn immer wieder zu mir. Und das Gefühl, mich nicht haben zu können. Das weckt in Männern eine große Kraft. Und so kam es, dass er mit mir jede Woche ins Hotel fuhr, um eine gemeinsame Nacht zu verbringen. Er verschuldete sich dabei bestimmt, denn eine Nacht mit mir kostete circa 600 Euro. So ging das monatelang und ich freute mich darüber, dass Martin ein sehr einfacher Kunde war. Im Hotel gingen wir in den Whirlpool, tranken ein Glas Sekt und machten Kuschelsex. Immer nach demselben Schema. Ich zog ihn langsam aus und küsste ihn überall, nahm seinen süßen Schwanz in den Mund, stülpte ihm den Schirm über und holte mir meinen Orgasmus, indem ich mich auf ihn setzte. Er spritzte recht schnell ab. Aber unterhalten konnten wir uns auch gut. Er machte mir viele Komplimente und beschenkte mich reichlich. Einmal sagte er zu mir: Verlass den Puff! Ich heirate dich und mache dir ein Kind, dann du bist versorgt. Ich musste laut loslachen. Nie hatte ich ihm Hoffnung gemacht. Für keinen Mann würde ich den Puff aufgeben. Doch auch hier lehrte mich das Schicksal später etwas anderes. Martins Liebe zu mir hielt nicht lange. Als ich schon zu Hause war, erzählte mir Hannah, kam er mal mitten in der Nacht sturzbetrunken in den Puff und suchte mich. Er jammerte Hannah voll, dass er mich nicht haben könne und ging anschließend mit ihr aufs Zimmer. Und sagte zu Hannah: Du hast ja auch eine geile Muschi. Ich selber sah Martin danach nie mehr wieder, er kam auch nicht mehr in den Puff. Aber nicht alle Freier waren so unkompliziert, sauber und einfach. Darauf musste man sich als Hure eben einstellen. Ich hatte mal einen Geschäftsmann aus Berlin. Er war verheiratet, sehr groß und schlank. Ich fand ihn ziemlich unheimlich, denn er hatte einen Blick wie ein Geisteskranker. Außerdem brachte er seine eigenen Kondome mit. Eigentlich geht das nicht, wir können ja nicht wissen, ob da vorher Löcher rein gemacht wurden, aber Claudia sagte: Das ist schon in Ordnung, der kommt schon lange in den Puff. Unheimlich war er mir trotzdem. Ich fühlte mich unwohl, doch da musste ich durch. Kommunikation war mit ihm so gut wie gar nicht möglich, er kam direkt zur Sache. Als er mich küssen wollte, drehte ich mich weg, weil er Mundgeruch hatte. Ich redete mich aber raus: Duuuuu, ich habe solches Halsweh. Nicht, dass du dich ansteckst, deshalb besser kein Küssen. Von ihm keine Reaktion. Zärtlichkeit kannte er nicht und ich dachte an seine arme Frau. Dann packte er seinen Riesenschwanz aus, ich war geschockt. So was hatte ich noch nie gesehen. Als erstes rammte er mir sein Riesenteil in die Muschi. So ein großer Schwanz ist nicht schön. Im Gegenteil, es tat mir sehr weh, aber ich hielt durch und ließ mir nichts anmerken. Ich schauspielerte, wie geil ich so einen Schwanz finden würde. Dann sagte er: Anal will ich auch. Oh mein Gott. Mein erster Analfick mit so einem Hammerschwanz. Doch ich hatte Glück und blieb verschont, weil er frühzeitig abwichste. Wortlos stand er auf, ging ins Bad und füllte Wasser in sein vollgewichstes Gummi. Ich traute meinen Augen nicht. Siehst du, ist ganz , sagte er voller Stolz, recht gehabt zu haben. Ja, sehe ich , kam es leicht genervt über meine Lippen. Er zog sich an und fragte mich: Kann ich wieder zu dir kommen und dich anal bumsen? Er hätte schon alle Mädchen bei uns durch. Nein , sagte ich, darfst du nicht. Ohne ein Tschüss verschwand er. Auch mit solchen Kunden musste man umgehen können, aber der war mir zu heavy. Soll doch eine andere ihren saftigen Hintern hinhalten!

Auf barbaras-buchregal.at, von Barbara Lechner (14.11.2011)


Es geht hier in dem Buch nicht um  Zwangsprostitution, also um jene Frauen die Opfer des Menschenhandels sind, sondern um eine junge Frau die ihren eigenen Körper freiwillig verkauft, verkauft wegen des Geldes.  Kein Zuhälter steht im Hintergrund, sondern es ist ihre eigene, freiwillige Entscheidung, eine Prostituierte  zu werden.

Ein Einstieg in ein Milieu, der ihr leicht fällt und ihr leicht gemacht wird, aber eine Entscheidung die ihr Leben grundlegend verändert.  Sie wird zu Lena, einer Frau die bereit ist nur des Geldes willens mit anderen Männern Geschlechtsverkehr zu haben, eine schnelle Nummer nach der anderen, Tag für Tag, Woche für Woche.

Prostitution,  es gibt Frauen die freiwillig diesen ältesten Beruf der Welt wählen,  für viele, auch für mich unverständlich wie man als Frau sich verkaufen kann. Ohne Liebe und Gefühle  Sex, für Lena  der normale Alltag. Als Lohn Geld, viel Geld, schnell  verdient und auch genauso schnell ausgegeben.

Rücklagen, Sparen, Pension, Krankenversicherung- warum an morgen denken, wenn es plötzlich möglich ist sich all den Luxus zu gönnen?  Das erste Cabrio ist schnell verdient,  Lena hat Klasse, ein gutes „Fahrgestell“,  kommt bei den Freiern gut an, hat bald Stammgäste.  Männer die bereit sind auch mal für ein Wochenende mit ihr so viel zu bezahlen wie andere im Monat verdienen.  Nichts ist wichtig, egal wie sie aussehen, gepflegt oder nicht,  wichtig ist nur ihr Geldbeutel für Mandy.

Lena lebt nun in einer Welt die eigene Regeln hat, Neid und Missgunst sind an der Tagesordnung,  es wird gekämpft um jeden Kunden,   nur Sex bringt Geld, jeder Kunde der zu einer anderen  „Dame“  aufs Zimmer geht ist verlorenes Geld. Miete, Auto alles muss bezahlt werden, aber auch im Puff gibt es schlechte Zeiten,  keine Freier kein Geld, auch das Finanzamt will bezahlt werden. Umzug in eine große Wohnung,  Autoreparatur, Kleidung, das Geld zerrinnt ihr zwischen den Fingern.  Sie sieht in den Freiern nur noch das Geld und ob krank oder nicht, sie muss arbeiten,  Geld verdienen. Sie  bekommt eine Essstörung, aber egal, sie muss bereit sein, rund um die Uhr für ihren Kunden.

Männer von nebenan, Geschäftsleute,  Männer bei denen sie denkt sie könnten ihr Großvater sein, Familienväter auf der Suche nach dem Kick,  einsame Männer, ihre Kunden  decken alle Gesellschaftsschichten  und Altersklassen ab. Etwas Abwechslung wollen sie  und möchten trotzdem nicht mit einer Affäre ihr „normales Leben“ aufs Spiel setzen.  Sie wollen nur Sex ohne dass eine Gegenleistung vorher erfolgte, oder hinterher erwartet wird.  Diese Männer  wollen Sex weil sie ihn  dort ohne Verantwortung bekommen, bei einem One-Night-Stand besteht die "Gefahr", dass die Frau sich doch mehr erhofft und bei Sex in einem Bordell ist von Anfang an klar wie die Seiten liegen. Hier hat  nichts mit Liebe zu tun, sie wollen nur eine Dienstleistung  für die bezahlt wird. Die schönste Nebensache der Welt".... ja aber nicht mit einer  Prostituierten,  denn die interessiert nur die Kohle, auch bei Lena ist es nicht anders bis Christian ihr Kunde wird.

Das Buch ist eine Warnung, eine Warnung an junge Frauen dem Ruf des schnellen Geldes und auch den Versprechungen so  mancher  „Freunde“  zu erliegen.  Lena beichtet, schonungslos und offen  legt sie ihr Leben als  Prostituierte auf den Tisch.  Ein Buch das keine falschen Versprechungen weckt, im Gegenteil, es zeigt auf wie leicht Sex mit Geld zu bekommen ist, wie Gefühle und das eigene Ich  zu Gunsten von Geld weggesperrt werden kann.  So leicht ihr der Einstieg gemacht wird,  umso schwerer der Ausstieg.  Ihr Körper ist am Ende, ihre Seele schreit um Hilfe, aber die Verlockungen sind übermächtig so scheint es,  wie wieder im Berufsleben Fuß fassen, wie Geld verdienen, wie die Rechnungen bezahlen, wie den hohen Lebensstandard aufrecht erhalten- es  scheint nur einen Möglichkeit mehr für sie zu geben,  sich zu prostituieren, egal wo und  mit wem.

Wer hier ein  Erotikbuch erwartet, muss sich leider in einer anderen Sparte umsehen. Das Thema selbst ist Programm, es geht hart zur Sache, das heißt sie nimmt in ihren Schilderungen kein Blatt für den Mund, erzählt aber nicht voyeuristisch sondern einfach so wie es war.  Lena erzählt vom Alltag im Puff, von den  Feindschaften und auch falschen Freunden, von Mädchen die  verprügelt werden, die Angst haben, von Doppelleben und Fantasiewelten.  Aber auch von den Vorurteilen denen sie begegnet, als sie mit Hilfe ihres Freundes den Ausstieg schafft,  davon wie wenig die Menschen bereit sind jemanden eine zweite Chance zu geben.

Mandy Winters, alias Lena erzählt aber auch die Geschichte einer  jungen Frau die auf der Suche ist, nach Anerkennung, sie glaubt  die Bestätigung in den Augen der Freier zu finden,  aber sie ist nur etwas  für das bezahlt wird, das dazu dient zu befriedigen.  Nicht um Verständnis  für sich selbst und für Männer die für schnellen Sex bezahlen bittet sie, sondern darum Menschen die Möglichkeit zu geben einen Fehler einzusehen, ihnen eine Chance zu geben und auch Vorurteile nicht vor Herz und Verstand treten zu lassen.  Vor allem wie Mandy Winters von ihrem Kampf der Sucht nach Geld und nach dem Milieu zu entkommen macht das Buch glaubhaft. 

Kein Auto , kein eigenes Geld,  Hilfe findet sie bei  Dorothee,  ihrer Therapeutin und Christian, ihrem Freund, der sie als Kunde kennenlernte aber nun der Mann an ihrer Seite ist, der in ihr nur die Frau sieht und nicht die Hure. Jemand der ihr das gibt was sie suchte, Liebe  und Anerkennung, so wie  sie ist.

Ein offenes Buch, ein mutiges Buch, obwohl Mandy Winters ein Pseudonym ist,  auf Grund der geschilderten Erlebnisse mit Ämtern,  Mitmenschen in der Zeit nach ihrem Ausstieg durchaus verständlich.  Betroffen macht das Nachwort, die Ehrlichkeit mit der hier geschrieben wird,  wenn Mandy versucht eine Erklärung zu finden warum und wieso sie diesen Weg gewählt hat, eine Entscheidung getroffen hat sie sie heute bereut.  Man dem Verlag nur gratulieren so ein Buch zu veröffentlichen.  Eine Lebensbeichte ist kein literarisches Feuerwerk, sondern eine Geschichte die das Leben schreibt,  das Leben kennt keine Stilregeln, keine Vorgaben wie gut ein Buch verkauft werden kann. Wer sich mit den Hintergründen, warum und wieso eine Frau bereit ist sich zu verkaufen, wie schnell die Suche nach Liebe und Anerkennung in der eigenen freiwilligen Zertörungen  enden kann , auseinandersetzen  will der sollte hier zugreifen.

Pretty Women ist nur ein Film, das Buch ist die Realität.

Online: http://www.barbaras-buchregal.at/teufelskreis-prostitution-ich-habe-den-ausstieg-geschafft

In Sue's Buecherecke, von Susanne Schaunik (29.06.2012)


Als Hure Lena ist Mandy Winters drei Jahre lang Freiern jeglicher Art zu Diensten - ob jung oder alt - grob oder feinfühlig.

Zuerst hat sie sich bei dieser Arbeit wohlgefühlt, sie hat sich schließlich selbst und ohne Zwang dafür entschieden. Doch da wusste sie noch nicht was auf sie zukommt. Mit der Zeit und zahlreiche Freier später haben ihr Körper und ihr Geist schlapp gemacht.

Lena entscheidet sich für den Ausstieg - Christian ihre große Liebe und ehemaliger Freier - hilft ihr, steht ihr stets zur Seite und nimmt sogar ihre Wutausbrüche und Launen in Kauf. Er steht ihr bei Ämtergängen zur Seite, begleitet sie zum Arzt und liebt sie bedingungslos.

Cover:
Die Farben gefallen mir sehr gut und passen hervorragend zu diesem Thema.

Buchtitel:
Also da gibt es nicht wirklich viel zu sagen und/oder zu erläutern. Der Titel sagt alles über das Buch und die darin enthaltene Geschichte aus.

Fazit:
Das Buch "Teufelskreis Prostitution" beschreibt auf interessante und zugleich erschreckende Weise den "Werdegang einer Prostituierten".

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir nicht wirklich leicht gefallen ist in das Buch einzutauchen. Dennoch fand ich die Biografie interessant und ich würde sie auf alle Fälle wieder lesen, auch empfehle ich das Buch gerne und mit gutem Gewissen weiter.

Da das "Rotlichtmileu" einfach nicht zum Alltag vieler Personen gehört bzw. das Thema in den Hintergrund gedrängt wird und viele Menschen falsche Ansichten oder Eindrücke davon haben, finde ich persönlich es wichtig sich über dieses Thema / über diese Szene zu informieren und erst dann seinen Senf dazu abzugeben.

Also Leute.. ran an das Buch und sich selbst einen Eindruck machen.

Also 5 von 5 Sternen von mir für diese Biografie

Online: http://sues-buecherecke.blogspot.de/2012/06/rezension-zu-teufelskreis-prostitution.html

Über den Autor

Winters, Mandy

Winters, Mandy

Mandy Winters wurde 1977 im Bergischen Land geboren. Als gelernte Krankenschwester bekam sie schon viele Einblicke in menschliche Schicksale. Mandy Winters erlebte dabei selbst viel Leid in ihrem Leben. Daher entschloss sie sich nach ihrem Beruf Krankenschwester als Spirituelle Lebensberaterin zu... mehr über den Autor

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