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Egon Schiele. Zeit und Leben des Wiener Künstlers Egon Schiele
Romanbiografie

Egon Schiele. Zeit und Leben des Wiener Künstlers Egon Schiele

Autor: Karez, Patrick


lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 548

Größe: 23,5 x 15,5 cm

Sprache: deutsch

Auflage: 1 Originalausgabe

Verlag: acabus Verlag

ISBN: 9783862824328

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 22,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
Drei Männer. In der Zwickmühle. Innerlich zerrissen. Zwischen Verpflichtung. Und Vergnügen. Drei Männer. In Dreiecksbeziehungen. Egon Schiele. Zwischen Ehefrau. Und Geliebter. Ein Mönch. Zwischen Gott. Und einem Schüler. Ein Diplomat. Zwischen Ex-Ehefrau. Und Geliebter. Alle drei. Drohen daran zu zerbrechen. Denn man kann nicht zwei Herren dienen. Und zwei Frauen. Schon gar nicht.
Diese Romanbiografie schildert das kurze und bewegte Leben Egon Schieles (1890-1918), des wohl bedeutendsten expressionistischen Malers Österreich-Ungarns, der noch während der Belle Époque geboren wurde und mit nur 28 Jahren bei Kriegsende verstarb. Ein Visionär, der seiner Zeit weit voraus war und als dessen geistiger Ziehvater kein geringerer als der berühmte Wiener Maler Gustav Klimt gilt. Sein Leben lang von finanziellen Nöten und Anfeindungen geplagt, verbrachte Egon Schiele schließlich fast einen Monat im Kerker. Nachdem er während des Ersten Weltkriegs seinen Militärdienst abgeleistet hatte, wurde er just am Tage der Kapitulation Österreich-Ungarns zu Grabe getragen – gleichzeitig mit einer ganzen Ära, die unwiederbringlich unterging.
Aus Kapitel 8:
[…] Dumm war Egon Schiele keineswegs. Aber er lebte nun mal in seiner eigenen Welt. Schon von Kindesbeinen an. Vertrug er Dominanz und Autorität nur sehr schlecht. Beziehungsweise. Gar nicht. Und doch. Schien diese ihn überallhin zu verfolgen. Zuerst daheim. Beim Vater. Dann in Krems. Bei der Witwe. Und den Lehrern. Jetzt in Klosterneuburg. Bei den Lehrern. Bei Leopold Berger. Bei Johann Gierlinger. Und bei Leopold Czihaczek. Seinem Onkel. Wo er anstandshalber seine Aufwartung machen musste. Sogar regelmäßig. Zum Essen eingeladen wurde. In einem steifen Umfeld. Bei einem steifen Mann. Wohlhabend. Und streng. Diszipliniert. Und fleißig. Humorlos. Und zielstrebig. Und gerade deshalb wohlhabend. Denn von nichts. Kommt nichts. Und das musste der Junge sich demnach auch immer wieder anhören. Im Prinzip. Jedes Mal. Wenn er zum Essen erschien. Beziehungsweise. Erscheinen musste. In seinem jungen Leben. Das gänzlich aus Zwängen zu bestehen schien. Und aus Verpflichtungen. An die ihn sein Onkel regelmäßig erinnerte. Weshalb Egon Schiele ihn nicht mochte. Und doch. Musste er immer wieder zum Essen hingehen. Mit Bauchschmerzen. Und verschwitzten Handflächen. Denn mit diesem Czihaczek war nicht zu spaßen. Ingenieur. Czihaczek. Bitte schön. Verstand keinen Spaß. Und verfügte über keinerlei Humor. Ein Bahnbeamter. Wie sein eigener Vater. Nur um einiges trockener. Stammte er aus einer einfachen Beamtenfamilie. Und schlug ebenfalls eine Laufbahn ein. Als Ingenieur. Und Oberinspektor. Der K.u.K. Staatsbahnen. Der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn. Um genau zu sein. Wurde Leopold Czihaczek zu einem relativ wohlhabenden Mann. Erst nachdem er die Schwester von Egon Schieles Vater geehelicht hatte. Marie Leopoldine Schiele8. Brachte einiges Geld in die Ehe mit. Was ihr nicht viel brachte. Denn die Ehe der Czihaczeks blieb kinderlos. Weshalb beide keine Ahnung hatten. Was es bedeutet. Einen Jungen großzuziehen. Zumal einen. Von diesem Kaliber. Der nicht folgsam war. Der es einfach nicht gewöhnt war. Zu parieren. Und zu gehorchen. Wie ein Soldat. Beziehungsweise. Wie ein Beamter. Beobachtete Leopold Czihaczek sein Mündel ganz genau. Und unentwegt. Waren seine Blicke auf ihn gerichtet. Mit Argusaugen. Verfolgte er. Eine jede seiner Bewegungen. Still. Und lauernd. Wie ein Luchs. Auf der Pirsch. Was durchaus passend war. Was seinen Namen anbelangt. Czihaczek. Kam von Číháček. Ein eingedeutschter böhmischer Name. Číháček. Kommt von číhat. Was „lauern“ bedeutet. Lauern. Belauern. Auflauern. Lauschen. Luchsen. Lugen. Nach Beute lugen. Auf der Lauer sein. Immer auf der Hut. Vor den Fehlern. Und Schwächen. Der anderen. Auf Tschechisch. War Číhák also ein Belauernder. Ein stiller Beobachter. Ein Raubtier. Versteckt. Und unsichtbar. Für andere. Und dieser Číháček. Der kleine Belauernde. Mit Diminutiv-Suffix. Der machte seinem Namen alle Ehre. Wie der junge Egon Schiele fand. So ein richtig übler kleiner Spießer halt.
„Soso, der junge Herr will also Künstler werden …“ So begannen alle Gespräche. Bei Tisch. Gab es gar kein anderes Thema. Und nicht nur dort. Pflegte er den Jungen stets als „der Herr Künstler“ zu bezeichnen. Was abschätzig klang. Und auch so gemeint war. Ein Schimpfwort. Geradezu. Und gleichzusetzten. Mit Träumer. Also Taugenichts. Tunichtgut. Und Nichtsnutz.
„Genauso wie dieser Klimt.“ Kam dann immer wieder. Im nächsten Satz. Beziehungsweise. „Wie dieser verrückte Klimt.“ Denn Klimt. War geradezu ein Schimpfwort. In Wien. In jenen Tagen. Nachdem er sich vor fünf Jahren abgespalten hatte. Mit seiner Secession. Und seither nur noch für Skandale sorgte. Allem voran. Mit seinen Fakultätsbildern. Mit diesem pornographischen Dreck. Für die Wiener Universität. Wo sie an der Decke hätten angebracht werden sollen. In der großen Aula. Und wo bereits abzusehen war. Dass dies niemals geschehen würde.
„Wo kämen wir da hin?“, echauffierte sich auch der Herr Ingenieur.
Der Untergang des Abendlandes. Wäre das. Ein Niedergang. Der Sitte. Und der Moral. Überall wogende Brüste. Und bebende Schenkel. Und sogar Nackte. Schwangere. Nein. Pfui. Gack. Zumal in einem derart ehrenwerten Umfeld. Bei derart ehrenwerten Sujets. Die geradezu heilig waren. Unantastbar. Wie die Philosophie. Ausgerechnet. Und die Medizin. Sowie die Jurisprudenz. Die Theologie hingegen. Hatte man ihm gerade noch so eben entreißen können. Diesem verrückten Klimt. Um sie dem Franz Matsch zu übertragen. Dem Braven. Dem Schönen. Dem Wahren. Dem Guten. Klimts ehemaligem Associé nämlich. Mit welchem jener sich inzwischen verkracht hatte. Dieser Widerling. Dieser Lüstling. Dieser Aufrührer. Dieser Umstürzler9.
„Und so willst Du also werden?“, fragte Leopold Czihaczek. Alias Leipold Číháček. Lauernd. Dieser Belauerer.
Egon schwieg. Und doch. Öffnete sich soeben eine Tür. Während Leopold Czihaczek ein Fenster schloss. ‚Wogende Brüste. Bebende Schenkel. Und sogar Nackte. Schwangere.‘ Heureka! Genau das war es. Alea iacta est. Der Junge wusste nun. Wohin er musste. Was seine Bestimmung war. Er würde seinen ständigen Protest zu Papier bringen. Und ihn zum Beruf machen. Mehr noch. Als dieser Klimt. Von dem man nur Schlechtes hörte. In jenen Tagen. Was der konnte. Konnte er schon lange. Vermutlich. Sogar noch besser. Noch skandalöser. Noch abstoßender. Noch revolutionärer. Das schrieb er sich hinter seine Ohren. Und es sollte sein gesamtes zukünftiges Leben bestimmen.
 
Aus Kapitel 16:
Da stand er nun. Der arme Tor. Und war so klug. Als wie zuvor. Beziehungsweise. Viel weniger noch. Als Halbwaise. Als halbe Portion. Sozusagen. Vaterlos. Konnte er das gesamte Ausmaß der Katastrophe kaum annähernd überblicken. Denn der Leithammel fehlte. Die Leitfigur. Die Galionsfigur. Die Identifikationsfigur. Die Vaterfigur halt. An der sich ein junger Mann stets orientieren sollte. Sich reiben. Und messen. Durch die sich ein junger Mann erst identifiziert. Vor allem. Wenn männliche Freunde fehlen. Und so. Trat nun allmählich eine andere Vaterfigur auf den Plan. Nicht etwa sein offizieller Vormund. Leopold Czihaczek. Gott bewahre! Denn den lehnte er strikt ab. Sondern ein Star. Eine Art Popstar. Der Jahrhundertwende. Ein Skandalkünstler. Von dem alles sprach. Und alle. Sich das Maul zerrissen. Der taugte als Identifikationsfigur. Dachte der junge Egon. Der eine gewisse Geistesverwandtschaft zwischen ihnen ortete. Und die ist bekanntlich stärker. Als Blut. Denn Blutsverwandtschaft ist noch lange keine Garantie dafür. Dass man sich auch wirklich versteht.
Bald schon. Sollte Gustav Klimt diese Rolle übernehmen. Ob er nun wollte. Oder nicht. Denn der junge Schiele hatte ihn dazu auserkoren. Klimt. Der selbst kein guter Vater war. Wurde dem Jungen zur Vaterfigur. Und zum Vorbild. Und nach diesem Bilde. Orientierte er sich. Zunächst. An der Secession. Die Klimt begründet hatte. Und über die er sehr gut im Bilde war. Über die er sich einen Überblick verschaffte. Indem er alles zu sammeln begann. Was er nur kriegen konnte. Zeitungsartikel. Postkarten. Einladungskarten. Und sogar Plakate. Zu den Ausstellungen. Der Secession. Die er nächtens von den Wänden riss. Und bei sich daheim hortete. Wie viele andere junge Männer auch. Stück. Für Stück. Entstand ein regelrechter Anbetungsschrein. Ein Reliquiar. Eine Art Altar. Der Kunst. Und der Anbetung. Seines großen Meisters. Seines geistigen und künstlerischen Vorbildes. Und Ziehvaters. Was sich auch bald schon in seinem eigenen Schaffen zeigen sollte. In seinen eigenen Zeichnungen. Die zunehmend kantiger wurden. Dekorativer. Ornamentaler. Flächiger. Schattenloser. Ganz im Stile. Und Geiste. Seines Meisters. Den er zutiefst bewunderte. Und abgöttisch verehrte.
Klimt bewies ihm. Dass es auch so ging. Dass man sich auch als Rebell durchsetzen konnte. Nein. Mehr noch. Dass man auch als Rebell erfolgreich sein konnte. Geliebt. Und gehasst. Gleichzeitig. Bestärkte ihn dies nur noch mehr. In seinem eigenen Schaffen. Und in seinem eigenen Wunsch. Künstler zu werden. Was anfangs noch als Spinnerei eines Pubertierenden abgetan werden konnte. Wurde nun unübersehbar. Allmählich. Während seiner so sehr verhassten Gymnasialzeit. Freundete sich der heranwachsende Egon mit seinem Zeichenlehrer an. Einem gewissen Ludwig Karl Strauch14. Ausgerechnet mit einem Lehrer. Der sein Talent erkannte. Als einziger. Unter den Lehrern. Nahm er den Jungen in Schutz.
„Der Junge ist überaus talentiert!“, pflegte er zu sagen. Wenn sich wieder mal alles gegen diesen verschworen hatte. Und wenn dessen neuerliche Versetzung gefährdet schien. Wieder mal. Ergriff er dessen Partei. Als Advocatus. Diaboli. Als Verteidiger. Dieses Satansbratens. Der es ihm hoch anrechnete. Und der sich Mühe gab. Im Zeichenunterricht. War es doch der einzige Unterricht. Der ihn überhaupt interessierte. Und wo er sich überhaupt wirklich anstrengte. Denn alles andere interessierte ihn einfach nicht.
„Du mußt Künstler werden!“, sagte der Zeichenlehrer. Immerzu. Der auch selbst Künstler war. Und sich lediglich ein Zubrot verdiente. Mit dem Kunstunterricht. Als brotloser Künstler. Erlangte er dennoch einige Bekanntheit. In Wien. Und um Wien herum. Als Landschafts- und Portraitmaler. Was er an der Wiener Akademie gelernt hatte. Kam dem jungen Schiele nun zugute. Denn Ludwig Karl Strauch nahm ihn prompt unter seine Fittiche. Nicht nur im Unterricht. Sondern auch privat. Denn er bot ihm Privatstunden an. Gratis sogar. Beziehungsweise. Nur für einen geringen Obolus. Den er als Materialkostenzuschuss verbuchte. Denn er glaubte an den Jungen. Und gestattete ihm sogar. Sein Atelier zu nutzen. Und darin zu arbeiten. Zunächst nur einmal die Woche. Doch dann immer öfter. Stand der junge Schiele auf der Matte. Dem diese Besuche sehr am Herzen lagen. Weil sie ihn aus einer Welt entführten. Die ihm von jeher als unerträglich erschienen war. Als nicht die seine. Als banal. Überflüssig. Und nicht von Dauer. Fühlte er sich wohl. In diesem Umfeld. Aus Kunst. Und Künstlern. Zumal Ludwig Karl Strauch gute Kontakte pflegte. Sogar zu Gustav Klimt. Dem Fürsten. Der Wiener Kunstszene. An dem man nicht vorbeikam. Mit dem alles hing. Und fiel. Was den Jungen zusätzlich faszinierte. War es doch eine Eintrittskarte. Sozusagen. In die Welt da draußen. In die Kunst- und Künstlerwelt. Also in die echte.
„Ja, mein Junge!“ Ludwig Karl Strauch nickte zufrieden. „Das ist guth! Siehst Du? Genauso mußt Du den Stift führen, damit der Schatten correct wiedergegeben wird! Natürlich ist dies längst nicht mehr die Ultima Ratio, wie Du weißt, denn die Secession hat es uns allen vorgemacht, daß es auch eine Welt ohne Schatten und somit ohne Tiefenwirkung geben kann, aber wir müssen alle klein anfangen, wir müssen alle erst einmal dahinkommen, und an der Academie wird man derartige Escapaden ganz sicher nicht dulden!“
Der Junge nickte. Ganz in seine Zeichnung vertieft.
„Ich selbst habe ja noch unter Professor Griepenkerl studiert, einem ganz üblen Kerl!“ Ludwig Karl Strauch lachte. „Nein, übel ist er eigentlich nicht, nur schrecklich conservativ. Kein Wunder, ist er doch irgendwann im Frühjahr 1839 geboren, in Oldenburg – also Piefke ist er zu allem Übel auch noch! – und allmählich wird er nun schon siebzig Lenze alt, wobei er jedoch noch gar nicht ans Aufhören denkt, der alte Hund! Solltest Du eines schönen Tages an der Wiener Academie der Bildenden Künste angenommen werden, so würde es mich gar nicht verwundern, wenn er plötzlich vor Dir stünde – als Dein Professor für Allgemeine Malerei! Mit siebzig Jahren noch! Nein, den wird man liegend aus der Academie tragen müssen, dessen bin ich mir sicher, der gibt nicht auf, der ist zäh wie Leder!“
Egon Schiele lächelte.
„Der Griepenkerl duldet keinerlei Widerspruch. Er ist wirklich ein Maler alter Schule – er zwingt die Schüler zu absolutem Gehorsam, so wie in einer absoluten Monarchie! Nein, also mit parlamentarischer oder mit constitutioneller Monarchie, so wie in unserem Lande, seit Anno 1861, respective erst seit 1867, also erst seit achtunddreißig Jahren, ist diesbezüglich nicht zu rechnen und darüber hinaus auch keinerlei Entgegenkommen zu erwarten! Und dabei hat er eine ganze Armada von inzwischen berühmten Malern ausgebildet, welche justament die Wiener Kunstwelt gehörig reformiert und somit ganz ordentlich durcheinandergewirbelt haben! So zum Beispiel Carl Moll, Alfred Roller, Max Kurzweil oder Carl Otto Czeschka, wobei alle von ihnen Mitglieder – respective sogar Mitbegründer! – der Wiener Secession wurden. Seither verbiethet er übrigens seinen Schülern, sich die Ausstellungen der Secession anzusehen, vermuthlich aus didactischen Gründen, damit seine conservativen Erziehungsmethoden dadurch nicht über den Haufen geworfen werden, respective ‚unterwandert‘ oder ‚untergraben‘, wie er selbst es wohl ausdrücken würde …“
„Glaubt Ihr denn daran, daß ich eine Chance an der Akademie hätte, Meister Strauch?“
„Aber selbstverständlich!“ Der Künstler schüttelte den Kopf. „Wenn ich selbst es geschafft habe, dann schaffst Du es auch, bei Deinem großen Talent! Fünfzehn Jahre war ich jung, also genauso alt wie Du es jetzt bist, als ich die Aufnahmeprüfung erfolgreich ablegte! Nur fleißig mußt Du sein – und gefügig! Blinder Gehorsam und eiserne Disciplin sind ja nicht gerade Deine allergrößten Stärken!“

Über den Autor

Karez, Patrick

Karez, Patrick

Patrick Karez wurde in den Siebziger Jahren als Kind Prager Eltern in Deutschland geboren. Nach seiner Matura lebte er zehn Jahre lang in Paris, wo er an der Université de Paris-Sorbonne in Kunstgeschichte promovierte und als Kunstkritiker für eine dem französischen Ministerium... mehr über den Autor

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