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Sektion 3|Hanseapolis. Präludium

Sektion 3|Hanseapolis. Präludium

Autor: Pharo, Miriam

lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 320

Größe: 19,0 x 12,5 cm

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: acabus Verlag

ISBN: 9783862821495

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 13,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
Auf der Jagd! Die Europäische Föderation im Jahr 2066: In Venezia a Cupola ist Karneval – wie jeden Tag seit die einstige Lagunenstadt vom Medienkonzern Glob4Kic! zum Freizeitpark umfunktioniert wurde. In den nächtlichen Wirren des Festes erschlägt der talentierte Dieb Aldo Farouche einen Hehler und flüchtet Hals über Kopf nach Hanseapolis. Dort wird wenig später seine kristallisierte Leiche gefunden und die Ermittler Elias Kosloff und Louann Marino stehen vor einem Rätsel. Welches Geheimnis birgt der bei dem Toten gefundene Jeanne-Kristall? Und wo befinden sich die mysteriösen Präludien, die in Zusammenhang mit dem Mord zu stehen scheinen? Kosloff und Marino werden immer weiter in ein undurchsichtiges Netz aus Täuschungen verstrickt. Glob4Kic!, die Wölfin aus Ramla City, die Bruderschaft der Schwarzen Schlange – jeder der Kontrahenten verfolgt ein eigenes Ziel. Der finale Kampf um Macht und Kontrolle ist der Schlusspunkt der atemlosen Jagd nach den Präludien! Miriam Pharo verfügt über ein sehr gutes Gespür für Szenenaufbau, Schnitte und Montage, das zweifellos von einer filmischen Erzählweise beeinflusst ist. Phantastik-Couch Der dritte Teil des SF-Erfolgskrimis Sektion 3|Hanseapolis schildert einen ganz neuen Fall des Ermittlerduos Kosloff/Marino. Getreu den 24 Präludien von Frédéric Chopin ist der Roman in 24 Kapitel aufgeteilt und von der Grundstimmung her orientiert sich Miriam Pharo an Chopins Musik. Ein wahrlich meisterhaftes Lesevergnügen!
Die Hoffnungslosigkeit, die in den Straßen aus jedem Riss hervorkroch, überzog die langen Schlangen vor den Armenküchen wie eine tödliche Krankheit und setzte sich in den Augen der Ausharrenden fest. Aldo Farouche zog den Kopf ein, vergrub die Hände tief in den Taschen seiner Jacke und ging einen Schritt schneller. Ihm kam es so vor, als würden ihn die Häuserreihen mit ihren ver¬nagelten Fenstern tumb anglotzen. Er hatte so lange in CupolaV gelebt, dass er das Elend in den unteren Levels der europäischen Megacitys fast vollständig aus seinem Gedächtnis verbannt hatte. Bis jetzt. In den Straßen wimmelte es vor Menschen einige drückten sich grüppchenweise in den offenen Bäuchen verlassener Einkaufspassagen herum, saßen auf den verrotteten Rolltreppen und flüsterten miteinander. Hier und da stieg ein dünner weißer Schwaden auf, wenn ein kostbarer Tabacco-Stick die Runde machte. Nach unten starrend vermied Aldo jeglichen Blickkontakt. Die Atemmaske auf seinem Gesicht und das Augenprotektionsgel, das jeder Neuankömmling am Transkontinental Airport von Hanseapolis kostenfrei ausgehändigt bekam, fühlten sich ungewohnt an. Die ersten Minuten hatte er geglaubt zu ersticken und seine Augen hatten unaufhörlich getränt. Ihm war jedoch nichts anderes übrig geblieben, als sich damit abzufinden, denn auf der Null-Ebene von Hanseapolis war der Gehalt an Stickoxiden und Schwermetallen gefährlich hoch. Wer es sich leisten konnte, lebte oberhalb von Level 15. Um das Er¬stickungsgefühl am Boden perfekt zu machen, staute sich die trockene Luft in den Straßen, was Aldo ebenso zusetzte wie das gleißende Sonnenlicht, das sich durch seine Gesichtshaut zu fressen schien. Nur wenn der Wind aufkam und zwischen die Häuserschluchten fegte, schienen die Menschen aufzuatmen, auch wenn der aufgewirbelte Staub die Schmutzschicht auf Haar und Kleidung lediglich um eine weitere Maserung bereicherte. Zwischen den Towern, die bis zum Mond zu wachsen schienen, waren gigan¬tische GCS-Screens gespannt, die ihre bunten Bilder aus aller Welt rund um die Uhr sendeten. Aldo, den die News im Sekundentakt, die Geschichtchen und Skandale nur bedingt interessierten, hatte sich für eine Bleibe abseits vom Rummel ent¬schieden. Für ihn war Hanseapolis lediglich eine Zwischenstation. Sein eigent¬liches Ziel war die Strait of Dover, ein rechtsfreier Raum im Herzen der Euro¬päischen Föderation, wo jedem Asyl gewährt wurde, der über ausreichende finanzielle Mittel verfügte. Big Spender profitierten sogar vom Bonus einer dis¬kreten Überführung – inklusive Edelnutten und Champagner. Vor seinem übereilten Aufbruch aus CupolaV hatte Aldo fünf wertvolle Stücke aus seinem Diebesgut in eine Tasche mit illegaler Capsule-Technologie gesteckt, die oberflächliches Scanning, wie es auf den föderativen Airports üblich war, in die Irre führte. Das hauchdünne Metallgeflecht im Futteral absorbierte die Scanner-Energie und wandelte sie in Wärmenergie um. Diese Energie wiederum setzte ein Bild hinter dem Geflecht frei, das ein falsches Echo zurückwarf. Statt eines MiniCubes mit pikanten Details aus dem Privatleben eines Admirals a.D., einer Gebetskette mit dreißig Kristallen, einem alten, voll funktionstüchtigen iPad5 und einem osmanischen Schwert mit saphir¬besetztem Griff hatten die Sicherheitssysteme in Terra Venezia und Hansea¬polis lediglich sauber verpackte Kleidungsstücke sowie ein paar Schuhe aus¬gemacht. Die Controller an den Checkpoints vertrauten der Technik blind. Gut für ihn. Seine übrigen Schätze lagen sicher versteckt im ehemaligen Fondaco dei Tedeschi am Canale Grande und er hoffte darauf, sie eines Tages zu bergen. Obgleich er erstklassige Ware im Gepäck hatte, würde es für ihn nicht einfach werden, in Hanseapolis einen vertrauenswürdigen Käufer zu finden. Er besaß in der hiesigen Szene keine Kontakte. Bis er sich ein eigenes Netzwerk aufgebaut hatte, würde er sich als Auftragsdieb verdingen müssen. Mochte die Kon¬kurrenz noch so groß sein, er war überzeugt, dass es ihm nicht an Jobs mangeln würde, war er doch in seinem Metier sehr bewandert. Die Geldkarte für sein Singapurer Konto trug er immer bei sich, und obwohl sie auf eine Schein¬identität ausgestellt war, wagte er es nicht, Transaktionen von über hundert Eurodollar zu tätigen, um nicht unnötig Aufmerksamkeit zu erregen. Zum Glück bescherte ihm sein Können bereits am ersten Tag eine menschen¬würdige Bleibe im Distrikt Bergedorf. Sie war klein und besaß den Charme einer Einzelzelle, hatte jedoch den großen Vorteil in einer Straße zu liegen, die von der Sonne niemals beschienen wurde. Was ein Segen war, denn die Jahres¬durchschnittstemperatur in Hanseapolis betrug 37,5 °C. Und teure Thermotrop-Technologie – gezielte Verschattung von transparenten Polymer-Fenstern, die durch Temperaturanstieg hervorgerufen wurde – suchte man auf den unteren Levels vergebens. Aldos Vermieter war ein Finne namens Paavo Laine, der nur einen Steinwurf entfernt ein 24/7-Resto im unteren Sockel einer Skybridge betrieb. Aldo hatte sich dort lediglich einen Schluck Hot Beer genehmigen wollen, um den staubigen Geschmack des Elends aus seiner Kehle zu spülen, als ihm der Wirt sein Leid geklagt hatte. Der schärfste Konkurrent des ge¬sprächigen Finnen, ein Asiat aus dem Östlichen Bund, dessen Geschäft sich ein Level höher befand, hatte seit einigen Wochen ein Gericht auf seiner Holo-Karte, das die Leute süchtig zu machen schien. Was zur Folge hatte, dass Paavo die Kundschaft in Scharen davongelaufen war. Zunächst hatte Aldo den Wort¬schwall schweigend über sich ergehen lassen, dann aber seine Chance ge¬wittert. Noch in der gleichen Nacht hatte er das Wunderrezept für Paavo sichergestellt . Bei einer anschließenden chemischen Analyse zeigte sich, dass der Asiat seine Speisen mit einem verbotenen Euphorikum versetzte. Daraufhin war es zwischen den beiden Konkurrenten zu einem heftigen Wortwechsel ge¬kommen, bei dem Paavo der Quittenfresse gedroht hatte, besorgte Verfechter des Reinheitsgebots vorbeizuschicken. Seitdem war die Welt am Fuß der Skybridge wieder im Lot und Aldo nicht mehr ohne Obdach.

Auf Phantastik-Couch.de, von Elmar Huber (November 2012)


Stilecht treibt in einem Kanal von Cupola V, dem privatisierten update von Venedig, eine Leiche. Aldo Farouche, der per Nanokamera eindeutig identifizierte Mörder hat sich nach Hanseapolis abgesetzt, was die Kuratorin von Cupola V nötigt, einen Gefallen ihres Cousins Fox Sternheim, Leiter der Sektion 3 in Hanseapolis, einzufordern. Sternheim setzt Elias Kosloff und Lou Ann Marino auf den Fall an, die bald herausfinden, dass Farouche bereits sein nächstes Verbrechen plant. Jedoch häufen sich auch die Ungereimtheiten in dem Fall und die beiden Ermittler finden heraus, dass das wahre Ziel der Drahtzieher die Originalpartitur der 24 Präludien von Fredéric Chopin sind und dass die Kreise, die das Verbrechen zieht, viel weitreichender sind, als zunächst angenommen.

Während die beiden Vorgängerbände „Schlangenfutter“ und „Schattenspiele“ einen (zweigeteilten) Fall für Elias Kosloff und Greenhorn Louann Marino, inklusive der unvermeidlichen Annährung der beiden ungleichen Partner boten, wird mit „Präludium“ ein komplett neuer Auftrag für die beiden Ermittler geboten. Die Handlung setzt nur kurz nach dem Ende von „Schlangenfutter“ ein und die Wellen, die der Fall geschlagen hat, sind nach wie vor spürbar. Dessen ungeachtet setzt der Sektion 3-Leiter Kosloff und Marino sofort auf den Fall Aldo Farouche an, der sich lediglich als die Spitze des Eisbergs erweist.

Stilistisch hat sich in „Präludium“ nichts getan. Nach wie vor schüttelt Miriam Pharo in schneller Folge immer neue Schauplätze, Gimmicks und Details aus dem Autorinnenärmel, die ihre von „Blade Runner“ inspirierte Welt lebendig machen. Durch andauernden Einschübe, Beschreibungen und Erklärungen wird allerdings auch der Lesefluss etwas gebremst, zumal die meisten davon die Handlung nicht weiter bringen. Da das Grundtempo allerdings beträchtlich ist, kann man darüber gut hinwegsehen.

Nach wie vor sind auch Szenenaufbauten und Szenenwechsel sehr gut konstruiert, so dass es nicht schwer fällt, einen entsprechenden Film im Kopf ablaufen zu lassen. Auch die Story hat Miriam Pharo – trotz der zahlreichen Wendungen – jederzeit gut im Griff und es gelingt ihr auch, die ungeschriebenen Zwischentöne sehr gut zu vermitteln. Man spürt beim Lesen förmlich das Knistern zwischen Kosloff und Marino, das sich beide nicht eingestehen wollen.

Formal hat sich Frau Pharo selbst die Vorgabe gesetzt, die 24 Kapitel des Romans analog der 24 Präludien von Fredéric Chopin zu benennen und zu gestalten, d.h. ruhige Stücke (z.B. „Lento“) entsprechen zurückhaltenden Kapitelinhalten, während in „Molto allegro“ die Post abgeht.

In Sachen Covergestaltung hat „Präludium“ noch einmal einen Sprung nach vorne gemacht. Obwohl es sich beim Titelbild um ein offenbar bestehendes Foto/Fotomontage handelt, ist die Verbindung zu Venedig/Cupola V natürlich genial. Auch die Gestalt mit der Pestmaske im Vordergrund findet sich im Roman wieder.

Insgesamt ist „Präludium“ – wie die Vorgängerbände – ein knackiger SF-Thriller, den man durchaus unabhängig von den Vorgängern lesen kann. Für meinen Geschmack wurde jedoch etwas zu viel Wert auf Staffage gelegt.

Online: http://www.phantastik-couch.de/miriam-pharo-praeludium.html



Auf PhantaNews.de, von Stefan Holzhauer (30.10.2012)


Nach SCHLAN­GEN­FUT­TER und SCHAT­TEN­SPIELE legt die Au­to­rin Mi­riam Pharo mit PRÄ­LU­DIUM den drit­ten Band um die Polizei-Sektion 3 der Me­tro­pole Han­se­a­po­lis vor. Er­neut wird das Er­mitt­ler­team Elias Kosloff und Louann Ma­rino mit ei­nem un­durch­sich­ti­gen Fall kon­fron­tiert und er­neut müs­sen die De­tec­tives fest­stel­len, dass sich hin­ter ei­nem ver­meint­lich sim­plen Ver­bre­chen viel mehr ver­birgt, als man an­ge­nom­men hätte.

Ich war sehr ge­spannt, ob die Au­to­rin in der Lage sein würde, die Qua­li­tät des vor­an­ge­gan­ge­nen Dop­pel­ban­des hal­ten zu kön­nen. Wo­bei in den ers­ten bei­den Ro­ma­nen eine Ge­schichte er­zählt wird, im Falle von PRÄ­LU­DIUM ist die Hand­lung ab­ge­schlos­sen. Auch die­ses Buch ist beim Acabus-Verlag erschienen.

Die vier­und­zwan­zig Ka­pi­tel des Ro­mans sind nach Cho­pins Prä­lu­dien be­nannt und sol­len auch vom Tempo her die Ge­schwin­dig­keit des mu­si­ka­li­schen Vor­bilds wi­der­spie­geln. Ich muss zu mei­ner Schande ge­ste­hen, dass ich Cho­pins Prä­lu­dien nicht in­tim kenne, des­we­gen kann ich hierzu we­nig sa­gen. Al­ler­dings bin ich durch­aus in der Lage, Be­griffe wie »molto agi­tato« zu ver­ste­hen und er­kenne an, dass im Ka­pi­tel dann auch ent­spre­chend die Post abgeht.

Mi­riam Pharo brei­tet er­neut die dysto­pi­sche Zu­kunft vor dem Le­ser aus, die sie uns in vor­an­ge­gan­ge­nen Ro­ma­nen und auch in der eBook-Reihe ISAR 2066 vor­ge­stellt hat. Und wie zu­vor ist diese Zu­kunft dicht be­schrie­ben, vol­ler klei­ner und gro­ßer tech­ni­scher De­tails, die den SF-Fan er­freuen, und sou­ve­rän vor dem Le­ser aus­ge­brei­tet. Man kauft ihr diese Zu­kunft ein­fach ab – und das ist ei­ner der Haupt­gründe für ein ful­mi­nan­tes Le­se­ver­gnü­gen – ne­ben der Thril­ler­hand­lung, die auch ohne die SF-Elemente be­ste­hen könnte, aber na­tür­lich ohne sie kei­nen Sinn macht.

Wenn man der Au­to­rin et­was vor­wer­fen könnte, dann wäre das viel­leicht, dass es mög­li­cher­weise ein paar Hand­lungs­ebe­nen, Ver­zwi­ckun­gen und Ne­ben­cha­rak­tere mehr gibt, als gut ist. Aber das ist ver­mut­lich Ge­schmacks­sa­che und tat­säch­lich tut diese Viel­falt dem Ro­man eher gut als dass es ne­ga­tiv zu be­wer­ten wäre.

Ein wirk­li­cher Kri­tik­punkt sind für mich die ein­ge­scho­be­nen In­fob­reaks, die auch in PRÄ­LU­DIUM wie­der zu fin­den sind und in de­nen das Yahoogle In­ves­ti­ga­tion Net­work Be­griffe aus der Zu­kunft des Jah­res 2066 er­läu­tert. Die Einschub-Boxen an sich halte ich nach wie vor für eine bril­li­ante Idee, lei­der kann ich das von der tech­ni­schen Um­set­zung nicht sa­gen, denn die Schrift ist für den grauen Hin­ter­grund lei­der zu klein und zu ver­schnör­kelt. Das wäre ohne die Hin­ter­grund­farbe noch in Ord­nung ge­gan­gen, mit ihr ist es auf­grund des hier­bei nicht gut ge­lun­ge­nen Dru­ckes Au­gen­pul­ver. In Zu­kunft also bitte den Hin­ter­grund ein­fach farb­los las­sen und die In­fo­bo­xen viel­leicht an­ders ab­he­ben, bei­spiels­weise durch ei­nen Rand und ei­nen et­was aus­ge­präg­te­ren Schlagschatten.

Das ist aber, wie ge­sagt, ein tech­ni­sches Pro­blem des Drucks und durch­aus keine in­halt­li­che Kri­tik, denn da lässt sich nichts Be­mau­lens­wer­tes finden.

Viel­mehr kann man sich an Sät­zen er­freuen wie:

Ge­nau jetzt wur­den hin­ter ver­schlos­se­nen Fens­tern Mas­ken an– und Skru­pel abgelegt.

Sol­cher­lei fin­det man zur Freude des Re­zen­sen­ten im­mer wie­der mal in Prä­lu­dium – wie auch schon in den Vor­gän­ger­ro­ma­nen. Die Au­to­rin kann er­freu­li­cher­weise nicht nur mit der Zu­kunft um­ge­hen, son­dern ist auch noch in der Lage, sol­che Satz-Kleinodien wie den eben ge­le­se­nen ab­zu­lie­fern. Wer sich an­ge­sichts des­sen im­mer noch über die tech­ni­schen Fach­be­griffe und An­gli­zis­men auf­re­gen möchte, der soll das von mir aus tun – aber mir bitte nicht da­mit auf die Ner­ven ge­hen. Wie be­reits in den Vor­gän­gern sor­gen die eng­li­schen »Fach­be­griffe« für Ko­lo­rit, ma­chen ei­nen Teil des Fas­zi­na­tion aus und ge­hö­ren eben zum Stil der Au­to­rin, ebenso wie deut­lich durch­schim­mernde An­lei­hen bei US-Fernsehserien und Fil­men. Und ich stehe darauf.

Er­neut lie­fert Mi­riam Pharo, was an­ge­kün­digt war: ei­nen un­ter­halt­sa­men, tem­po­rei­chen und vor al­lem in­tel­li­gen­ten Thril­ler in ei­nem sau­ber durch­kon­stru­ier­ten und lei­der zu glaub­wür­di­gen Sci­ence Fiction-Setting. Mit Prot­ago­nis­ten, die trotz al­ler Ei­gen­hei­ten und stel­len­weise fins­te­rer Hin­ter­gründe durch­aus sym­pa­thisch sind und Ecken und Kan­ten be­sit­zen. Ich würde mir al­ler­dings für ei­nen even­tu­el­len vier­ten Band wün­schen, dass Ma­rino Kosloff mal rich­tig zeigt, wo der Ham­mer hängt — und dass man mehr über die Bru­der­schaft er­fährt … Ja, dar­aus kann man durch­aus ent­neh­men, dass ich mich über ei­nen wei­te­ren Ro­man der Reihe freuen und ihn de­fi­ni­tiv le­sen würde.

Le­sen. Gu­tes Stich­wort … Lest das!

p.s.: es kann nicht scha­den, zu­vor die ers­ten bei­den Bände zu kon­su­mie­ren, um Set­ting und Cha­rak­tere ken­nen zu ler­nen, hint … hint …

Online: http://phantanews.de/wp/aartikel/miriam-pharo-praludium/

Auf zauberspiegel-online.de, von Ingo Löchel (2012)


Die Europäische Föderation im Jahr 2066: In Venezia a Cupola (Venedig) ist Karneval – wie jeden Tag seit die einstige Lagunenstadt vom Medienkonzern Glob4Kic! zum Freizeitpark umfunktioniert wurde.

In den nächtlichen Wirren des Festes erschlägt der talentierte Dieb Aldo Farouche einen Hehler und flüchtet Hals über Kopf nach Hanseapolis.

Nella Sciutto, die Kuratorin von Venezia a Cupola (Venedig) informiert Fox Sternheim, ihren Cousin zweiten Grades und Leiter der Sektion 3.
Dieser beauftragt seine beiden Ermittler Elias Kosloff und Louann Farouche ausfindig zu machen.

Kurze Zeit später wird die kristallisierte Leiche von Aldo Farouche  in Hanseapolis gefunden. Elias Kosloff und Louann Marino stehen vor einem Rätsel.

Welches Geheimnis birgt der bei dem Toten gefundene Jeanne-Kristall? Und wo befinden sich die mysteriösen Präludien, die in Zusammenhang mit dem Mord zu stehen scheinen?
Kosloff und Marino werden immer weiter in ein undurchsichtiges Netz aus Täuschungen verstrickt. Glob4Kic!, die Wölfin aus Ramla City, die Bruderschaft der Schwarzen Schlange – jeder der Kontrahenten verfolgt ein eigenes Ziel. Der finale Kampf um Macht und Kontrolle ist der Schlusspunkt der atemlosen Jagd nach den Präludien!

Louann Marino und  Elias Kosloff, die beiden Ermittler aus SCHLANGENFUTTER und SCHATTENSPIELE sind zurück. Und glücklicherweise kann PRÄLUDIUM in puncto Spannung und Ideenreichtum an die beiden Vorgänger-Romane anknüpfen und bietet eine ebenso ausgewogene Mischung aus Krimi, Thriller und SF.

Und der Roman hat noch einen Vorteil. Er kann ohne Vorkenntnisse und unabhängig von SCHLANGENFUTTER und SCHATTENSPIELE gelesen werden, was auch nicht eine Selbstverständlichkeit ist.

Glücklicherweise gehört Miriam Pharon nicht zu den Autorinnen, die mit ihren Romanen eine 08/15-Handlung sowie oberflächliche Unterhaltung bietet, wie man sie derzeit zu Genüge in den Buchhandlungen angeboten und präsentiert bekommt. Und so gelingt es der Autorin auch mit PRÄLUDIUM, ihrem dritten Roman,  diese uniforme Buchunterhaltung zu durchbrechen. Und das ist schon eine Menge in der heutigen Zeit.

Online: http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/fantasy-unter-der-lupe-336/19982-phantastisches-aus-dem-acabus-verlag

Über den Autor

Pharo, Miriam

Pharo, Miriam

Miriam Pharo, 1966 im andalusischen Córdoba geboren, verbringt ihre Kindheit auf der malerischen Atlantikinsel Oléron im Südwesten Frankreichs. Mit 9 Jahren kommt sie nach Deutschland. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie noch nie Häuser bis zum Horizont gesehen und glaubt, dass... mehr über den Autor

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