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Schwarz / Weiß. Der Tod hat zwei Gesichter
Ein London-Krimi

Schwarz / Weiß. Der Tod hat zwei Gesichter

Autor: Semesch, Martin Wittmann, Christoph

lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 184

Größe: 19,5 x 13,5 cm

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: acabus Verlag

ISBN: 9783862820009

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 12,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
Seit über hundert Jahren ranken sich Gerüchte und Spekulationen um den berühmtesten Serienmörder der Geschichte. Warum hat er getötet? Wieso hat das Morden so abrupt aufgehört? Wer war er? Nie hat jemand eine Antwort darauf gefunden. Im heutigen London werden bestialisch zugerichtete Frauenkörper gefunden. Die Bevölkerung fühlt sich an eine längst abgeschlossen geglaubte Mordserie aus der Vergangenheit erinnert. Detective Sergeant Duncan McGregor wird mit den Ermittlungen betraut. Mit jeder Spur gerät er tiefer in die dunkle Welt des Killers. Handelt es sich um einen Nachahmungstäter, einen verrückten Fan, jemanden, der nach Anerkennung lechzt? Oder ist es die albtraumhafte Wahrheit, dass Jack the Ripper von den Toten auferstanden ist, um sein Werk zu Ende zu bringen?
Ich liebe es. Ich liebe es, hier zu sein. Hier in meiner alten Heimat. Wie ich es doch immer wieder genieße, die kühle Luft dieser alten Stadt an einem späten Herbsttag wie diesem einzuatmen. London fasziniert mich seit jeher. Mit seinen grauen Häusern, die sich im Laufe der Zeit kaum verändert haben. Nur die Straßen haben sich gewandelt. Die Welt ist viel, wie soll ich sagen … vorsichtiger geworden. Ja, vorsichtig ist das richtige Wort, denke ich. Besonders in letzter Zeit. Und das ist gut so. Denn früher hat doch keiner diese jungen Dinger beschützt. Sie waren Freiwild, sozusagen. Eine leichte Beute für jeden Kleinganoven, jeden besoffenen Möchtegern-Casanova oder was auch immer. Aber nicht heutzutage. Wenn man ein Mädchen nur schief ansieht, bekommt man es entweder mit ihrem Freund, ihrem Mann oder gar einem Polizisten zu tun. Tja, so ist das nunmal. Den jungen Dingern ist das egal, ob man ehrbare Absichten hat. Aber wer kann es ihnen verdenken, wo doch so viel Abschaum in den nächtlichen Straßen sein Unwesen treibt. Es gibt ja leider Gottes wirklich viel zu viele Menschen, die aus Lust und unbändiger Geilheit ein Mädchen in eine Seitengasse zerren und ihren Trieben freien Lauf lassen. Einfach nur aus Spaß. Nur aus Spaß. Kranke Leute sind das. Gut, dass es noch Kerle wie mich gibt, die ihre Arbeit machen. Tagtäglich passieren solche motivationslosen Verbrechen. Besonders in letzter Zeit treiben sich viele Detectives auf den Straßen rum. Seit Wochen ist diese Stadt bereits in Aufruhr. Deshalb muss auch ich vorsichtiger sein. Dabei ist es doch gut und vernünftig, dass die Straßen von solchen Perversen regelmäßig gesäubert werden. Ich leiste hier also nur meinen Beitrag. Ohnehin sieht man in letzter Zeit zu wenige Mädchen in der Stadt. Sobald die Nacht ihren schwarzen Mantel über London ausbreitet, ist es hier wie ausgestorben. Es ist schwer geworden, ein Mädchen zu finden. Ein Mädchen zu verführen. Früher war das leichter. Du hast eine Frau umgarnt und nicht lange gebraucht, bis du sie im Bett hattest. Die Frauen wollten umgarnt und verführt werden. Sie haben nicht gleich ein böses Motiv dahinter gesehen, wenn ein Fremder ihnen schöne Augen machte. Es gibt einfach keine wahren Gentlemen mehr auf dieser Welt. Ja, das fehlt den Frauen. Ein wahrer Gentleman der weiß, wie man eine Lady behandelt. Es gibt zwei Arten von Frauen. Solche, die einem ein paar schöne Stunden bereiten können, auf ehrliche Art und Weise. Und dann gibt es noch die anderen, die einem echt üble Sachen antun können, obwohl man nur einen netten Abend verbringen will. Sie bringen dir Unglück. Dann komme ich ins Spiel.

Auf Querblatt.com, von Thomas Lawall (Juni 2011)


Dumm, wenn man sich mit dem Falschen anlegt ...

Vier Männer haben eine Frau in eine Seitengasse geschleppt und umstellt. In gewissen Gegenden waren die Straßen in London nie besonders sicher und sie sind es bis heute nicht. Die dunkelhäutige Frau wehrt sich, da sie weiß, was sie nun erwartet. Der Übermacht kann sie aber nichts entgegensetzen. In ihrer Verzweiflung schreit sie um Hilfe, doch zunächst scheint niemand Notiz davon zu nehmen.

Doch plötzlich nähert sich ein Mann aus der Dunkelheit, der sich für die Vorgänge zu interessieren scheint. Verzweifelt bittet sie den Fremden um Beistand, will vor den Männern flüchten, doch einer hält sie fest und ein anderer stellt sich dem Fremden in den Weg. Dies hätte er besser nicht getan, doch wie konnte er ahnen, wen er vor sich hat!

Der Mann scheint keinerlei Respekt vor der Gruppe zu haben und so etwas wie Angst schon gar nicht. Auch die Tatsache, dass der Frau eine mehrfache Vergewaltigung droht, scheint ihn nicht im geringsten zu beunruhigen. Ganz im Gegenteil, denn mit gezielten Provokationen wagt er es, sich über die Kerle, die sich Sex mit Gewalt holen wollen, lächerlich zu machen. Nicht einmal als der Angreifer ein Messer zieht und dem Mann an die Kehle hält, gerät dieser in Panik. Stattdessen grinst er ihn an, bleibt weiterhin völlig unbeeindruckt und wiederholt eiskalt die Frage, warum er und seine Freunde sexuelle Handlungen erzwingen wollen.

Dies bringt den wütenden Angreifer umsomehr in Panik, als der Mann nunmehr eine seelenruhig formulierte Drohung ausspricht. Es wäre doch alles nur ein Spiel und nun gäbe es zwei Möglichkeiten ... ! Während der eine reagiert, wartet der andere einen Tick zu lange. Das Spiel eskaliert!
Doch auch für das vermeintliche Opfer entwickelt sich der Abend nicht unbedingt so, wie sie sich diesen nach ihrer glücklichen Rettung vorgestellt hatte ...!

Rückblick: Das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung des ersten Opfers ist eindeutig. Ganz offensichtlich handelt es sich um eine Prostituierte. Auf übelste Art und Weise zugerichtet! Eine Tätowierung weist sie als "Eigentum von JJ" aus, zudem hatte sie (nicht nur) eine Geschlechtskrankheit. Detective Sergant Duncan McGregor und sein Partner Matthew Peterson ermitteln zunächst im einschlägigen Milieu und den entsprechenden Etablissements. Als Vorteil erweist sich für die beiden Ermittler die Tatsache, dass sich Peterson in Londons Halbwelt ziemlich gut auszukennen scheint ...

Martin Semesch und Christoph Wittmann beleuchten ihre Story um den vermeintlich wieder auferstandenen Jack the Ripper von zwei Seiten. Zum Einen erleben wir die Ermittlungsarbeit von Scotland Yard und auf der anderen Seite die unmittelbare Sicht des Mörders. Die sehr simpel gestrickte Geschichte erfährt dadurch einen nicht unbeträchtlichen Spannungszuwachs.

Die ungewöhnliche Perspektive erlaubt uns zudem einen Blick in die bizzare Gedankenwelt des Täters. Wir sind ihm in bestimmten Situationen näher, als uns  lieb ist! Seine naiven Motive sind in seiner ganz eigenen Logik eine Rechtfertigung für seine Taten. Er ist im Recht. Was er tut, muss getan werden. Die Menschheit sollte ihm dafür danken ...

Insgesamt ist "Schwarz Weiß" vielleicht etwas zu einfach konstruiert und vor allem erzählt. Mehr als einen flott zu lesenden Krimi für zwischendurch scheint das Buch zunächst nicht herzugeben. Und mit London hat der "London-Krimi", außer den Bezügen zum "Ripper", nicht wirklich viel zu tun. Doch die absolut unerwartete Wendung am Ende des Romans, sowie der Kunstgriff, das Ende mit dem Anfang zu verknüpfen - es werden gar drei Textseiten wiederholt, um die Szene noch einmal zu verdeutlichen - ist absolut gelungen. Mal etwas anderes! Wer der Mörder wirklich ist, bleibt bis zum dramatischen Ende im Unklaren, obwohl er bereits auf Seite 19 auf frischer Tat ertappt wurde. Sehr originell und mehr als ein vielversprechendes Debut!

Online: http://home.arcor.de/tomary/Literatur/Schwarz_Weiss/schwarz_weiss.html

Auf buchwelten.wordpress.com, von Marion Gallus (03.06.2011)


Der Tod hat zwei Gesichter – Ein London-Krimi, so lautet der Untertitel dieses kleinen aber feinen Krimis.

Der Kriminalroman erzählt eine bekannte Geschichte, die Story von Jack the Ripper, der im 19. Jahrhundert London in Angst und Schrecken versetzte.
Schwarz-Weiß spielt in unserer Zeit und erneut werden Prositiuierte bestialisch ermordert und Sergant Duncan McGregor, Ermittler von Scottland Yard, wird mit den Ermittlungen betraut. Immer tiefer dringt er in die dunkle Welt von London und somit das Reich des Killers vor. Wer ist dieser Mörder, was beabsichtigt er, wie kann man ihn aufhalten ….

Mehr möchte und werde ich von der Handlung nicht verraten. Die Geschichte um Jack the Ripper sollte bekannt sein und wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen kleinen (aber feinen!) Krimi, der selbst gelesen werden möchte.

Das dünne Taschenbuch umfasst gerade einmal 182 Seiten, ist in einer nicht zu kleinen Schrift und recht aufgelockerten Seiten gedruckt. Die Kapitel sind eher kurz und somit liest sich der Krimi wirklich schnell. Ich hatte ihn in einigen Stunden durch.

Das Erscheinungsbild des Romans gefällt mir. Das Cover in seinem schlichten Schwarz-Weiß ist ansprechend, zumal die beiden Masken zum Nachdenken anregen. Diesmal hat sich die Folie an den Rändern nicht gelöst, ein weiterer Pluspunkt. Wobei ich nicht weiss, ob ich dafür das Buch einfach nicht oft genug in der Hand hatte.

Die Story ist aus zwei Sichtweisen erzählt. Einmal aus Sicht des Ermittlers Duncan McGregor. Dieser Part ist in der Vergangenheitsform geschrieben.
Den zweiten Teil übernimmt der Mörder selber. Wenn er erzählt, dann in der Gegenwart. Ich fand diese Lösung recht angenehm, zumindest fiel sie mir nicht negativ auf. Eigentlich lese ich Geschichten in der Gegenwart nicht so gerne.

Der Schreibstil ist einfach und unkompliziert und meist in kurzen, knappen Sätzen gehalten. Mir persönlich ab und an ein wenig zu umgangssprachlich aber das ist nun auch Geschmackssache.
Natürlich ist die Handlung mitunter recht brutal, was die Geschichte an sich schon voraussagt. Andererseits ist sie auch mit einer schönen Prise Erotik und auch Liebe gespickt.
Das Lesen hat mir großes Vergnügen bereitet und wer Lust auf ein paar spannende Lesestunden mit Jack the Ripper in der unsrigen Zeit hat, dem sei dieser Krimi unbedingt nahe gelegt! Ich kann ihn nur empfehlen!

Zum Ende werde ich nicht einmal die kleinste Andeutung geben, lest es einfach selber. 
Der Preis ist mit 12,90 € leider für dieses dünne Taschenbuch relativ hoch, wenn man bedenkt, dass man ein “Bestseller”-Taschenbuch mit mehr Seiten bereits für knappe 9,00 € erhalten kann.
Leider sind kleinere Verlage nun einmal nicht in der Lage zu solchen Preisen zu verkaufen, vielleicht sollte man sie gerade deshalb unterstützen…

Mein Fazit für Schwarz-Weiß: 4 von 5 Sternen – ein knackiges, schnell zu lesendes Krimivergnügen.

Online: http://buchwelten.wordpress.com/2011/06/03/schwarz-weis-von-martin-semeschchristoph-wittmann-45/

Über den Autor

Semesch, Martin

Semesch, Martin

Martin Semesch: geb. 1980, verheiratet. Wohnhaft in Niederösterreich, nahe Wien. Lange Zeit im verwaltungstechnischen Sektor in einem medizinischem Institut tätig. mehr über den Autor

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