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Ava und die STADT des schwarzen Engels
Ein STADTroman

Ava und die STADT des schwarzen Engels

Autor: Dresen, Andreas

lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 200

Größe: 19,5 x 13,5 cm

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: acabus Verlag

ISBN: 9783862820023

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 12,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
Ein Golem mitten in der Stadt, am helllichten Tag – Fahrat traut seinen Augen nicht. Normale Menschen können das Lehm-Wesen nicht sehen, aber selbst für den jungen Schwertler ist das ein besorgniserregender Anblick. Obwohl er normalerweise einen guten Wein jedem Abenteuer vorzieht, folgt er dem Ungeheuer. Und stößt auf Ava. Die junge Frau ist offenbar ein gewöhnlicher Mensch. Aber verstört behauptet sie, ein schwarzer Engel habe ihre neugeborenen Zwillinge geraubt. Doch was sollte ausgerechnet Morton, Vizekanzler des STADTrates und Veranstalter des Hexensabbats, mit zwei Menschenkindern anfangen? Haben die Vorfälle etwas mit dem Grauen zu tun, das außerhalb der STADT lauert? Fahrats Gutmütigkeit und sein Schwertler-Stolz lassen ihn nicht mehr von Avas Seite weichen. Doch bald weiß der junge Abenteurer nicht mehr, für wen sich eine neue Welt auftut - für die Menschenfrau Ava, die auf der Suche nach ihren Kindern fluchenden Hexen, LKW-Chimären und lauernden Waldwürgern begegnet – oder für Fahrat, dessen Welt nicht die zu sein scheint, für die er sie immer gehalten hat.
Prolog:
Verdammt, war die sauer. Aber ich werde es ihr schon noch zeigen. Fahrat stolperte über einen kleinen Stein und fluchte laut. Dann wird sie sehen, was ich drauf habe. Dass ich genauso erfolgreich bin, wie sie. Ich werde ihr etwas Großartiges, etwas Spektakuläres mitbringen! Eine Trophäe, einen Schatz, einen Ring … Würdest du jetzt bitte ruhig sein? Foren hatte Schwierigkeiten, sich auf seine Aussprache zu konzentrieren. Vor seinen Augen verschwamm alles, der Wald lag wie unter einem dünnen Schleier. Oder war das tatsächlich Nebel? Er wusste es nicht und schwor sich, nie wieder so viel zu trinken. Das Gelage heute sollte eine Ausnahme bleiben. Aber sie hatten ja einen guten Anlass gehabt: Sie hatten seine Priesterweihe gefeiert. Vergiss nicht, warum wir hier sind! , flüsterte er mit schwerer Zunge. Ich werde ihr beweisen, was ich drauf hab, darum bin ich hier. Fahrat fuchtelte ein wenig mit seinem Schwert in der Luft, dann hielt er plötzlich inne und grinste. Wir haben es geschafft! Wir sind draußen. Diese Erkenntnis besserte seine Laune. Der junge Schwertler lachte und kniff die Augen zusammen, um in der Dunkelheit etwas erkennen zu können. Wir haben es tatsächlich geschafft , murmelte er. Abenteuer, hier kommt Fahrat. Foren schüttelte den Kopf. Ich glaube immer noch nicht, dass ich mich darauf eingelassen habe. Nur weil du deiner Amazone etwas beweisen willst, haben wir uns strafbar gemacht. Es ist verboten, die STADT zu verlassen, und es gibt einen guten Grund dafür. Ich weiß, ich weiß … , Fahrat winkte ab. Er zog eine Flasche aus seiner Hosentasche und bot sie Foren an. Selbstgebraut, nach Familienrezept. Foren schüttelte erneut den Kopf. Du und deine Familie. Danke, aber mir ist schon schlecht. Fahrat zuckte mit den Schultern und nahm einen tiefen Zug aus der Bierflasche. Ich werde es schaffen , schwafelte Fahrat weiter. Mein Vater nervt langsam. Ich solle endlich anfangen Geld zu verdienen. In meinem Alter hätte er schon den Schatz unter dem Dom entdeckt und allein nach Hause gebracht. Ich weiß, ich weiß , sagte jetzt Foren. Du hast mir die Geschichte schon so oft erzählt. Und jetzt fängt sie auch noch damit an. Ich stehe kurz vor meiner Prüfung! Wie soll ich da Zeit fürs Geld verdienen finden? Sag mir das mal. Sie behauptet doch tatsächlich, ich wäre nur zu faul. Pah! Fahrat spuckte auf die Erde. Bist du ja auch , murmelte Foren und bemerkte entsetzt, dass seine neue Robe, die er für die Zeremonie gekauft hatte, bereits deutlich sichtbare Flecken bekommen hatte. Fahrat schien ihn nicht gehört zu haben. Ich sollte es so machen wie mein Großvater , redete er weiter. Einfach abhauen. Er lachte wieder. Draußen sind wir ja schon mal. Jetzt lief er johlend zwischen den dünnen Birkenstämmen hindurch, die zusammen mit einer Vielzahl von Sträuchern den dichten Teil des Waldes bildeten, in dem sie sich nun befanden. Foren lief hinterher und bat ihn, endlich ruhig zu sein. Als sie nach einigen Metern stehen blieben, sahen sie sich um. Der Nebel war dichter geworden. In dieser mondlosen Nacht konnten sie keine fünf Meter weit sehen. Foren begann sich zunehmend unwohl zu fühlen. Und jetzt? Wohin? Hier ist doch nichts. Schau, da vorne! Fahrat zeigte in die Dunkelheit. Foren meinte in dieser Richtung ein schwaches, rotgrünes Glühen zu sehen, das langsam durch die Finsternis auf sie zu schwebte. Etwas knackte im Unterholz hinter ihnen. Sie fuhren herum, die Flasche fiel auf einen Stein und zerbarst mit einem viel zu lauten Knall in tausend Scherben. Hast du das gehört? Fahrat umklammerte sein Schwert mit beiden Händen. Foren nickte, den Blick starr nach vorne gerichtet. Wir sollten beten. Die Göttin kann uns Beistand geben. Zu spät! Fahrat zitterte jetzt. Mit einem lauten Krachen brach etwas aus der Dunkelheit des Waldes und kam auf sie zu. Foren glaubte, Hörner zu erkennen, riesige in sich verdrehte Hörner, und feurige Augen, die ihn durch die Dunkelheit anstarrten. Und es war nicht alleine. Foren drehte sich um und rannte.

Auf buchwelten.wordpress.com, von Marion Gallus (08.07.2012)


Die STADT, auf den ersten Blick eine in der auch wir leben. Doch nur auf den ersten, denn eigentlich sind es zwei Städte. Die STADT der normalen Menschen mit ihren Bürgern, ihrem Bürgermeister und Senat.

Dann die STADT der Wesen aus der Zwischenwelt. Die STADT der Schwertler, Hexen, Priester, Teufel, Chimären und sonstigen zauber- und fabelhaften Wesen.

Diese anderen Wesen leben von den normalen Menschen unerkannt unter ihnen, in normalen Häusern und Wohnungen, laufen über die Straße aber werden nicht wahrgenommen. Die normalen Bürger besitzen den Blick für das andersartige nicht, können die besondere Aura nicht erkennen. Man kann sich das in etwa wie bei Harry Potter vorstellen, wo die Zauberer und Hexen auch unter den Muggeln leben und nicht erkannt oder wahrgenommen werden.

Auch diese Wesen haben ihre Oberhäupter. Deren „Teil“ der STADT wird geführt von einem Kanzler, neben ihm ein Vizekanzler. Der Kanzler ist bei den Bewohnern sehr beliebt, der Vizekanzler Morton scheint eher böse veranlagt und die Macht komplett an sich reißen zu wollen.

Fahrat ist ein Schwertler, ein Schwertkämpfer, zumindest wurde er einmal als solcher ausgebildet. Im Alltag ist er eher ein fauler, mittlerweile leicht untersetzter Mann, der lieber Kuchen und Brot backt, kocht, ein Weinchen schlürft, als dass er sich auf Abenteuer einlässt oder Schätze sucht, wie sein bekannter Vater und noch berühmterer Großvater.

Fahrat ist derzeit arbeitslos, lebt in einem Mehrfamilienhaus und hat eine Hexe als Nachbarin. Eigentlich standen sie sich mal nahe, nun hat sie einen Fluch durch den Bann um Fahrats Wohnung geschickt und jagt ihm täglich ihre Lichtkobolde auf den Hals, die nichts lieber tun, als toben und Chaos stiften.

Entnervt macht Fahrat sich auf in die STADT, als er plötzlich einen Golem sieht, der zielstrebig auf ein Haus zugeht und auf dieses eindrischt. Als er die Außenmauer zerstört hat, erkennt Fahrat, dass sich im Keller dieses Hauses jemand versteckt. Er will helfen und erkennt, dass es sich um eine zarte Menschenfrau handelt. Als gewagter Schwertler der er ja nun eigentlich ist stürzt er sich auf den Golem und macht in recht schnell unschädlich.

Fahrat hilft der Frau aus den Trümmern und nimmt sich ihrer an. Sie stellt sich ihm als AVA vor und erzählt, dass sie erst vor kurzem aus einem Irrenhaus entlassen wurde und das sie auf der Suche nach Ihren kleinen Zwillingen ist.

Sie behauptet, man habe ihr die Kinder unmittelbar nach der Geburt weggenommen und wolle ihr weismachen, sie seien gestorben. Doch AVA glaubt das nicht. Sie sagt im Krankenhaus tauchte ein schwarzer Engel auf und dem wurden die Neugeborenen durch die Krankenschwester übergeben. Und ihr selbst wollte man danach einreden, sie hätte sich das alles eingebildet und sei verrückt. Bei diesem schwarzen Engel handelt es sich um Morton, den Vizekanzler der STADT. Doch er ist nicht nur das, er ist außerdem der Führer der Hexen und zum Hexensabbat erscheinen alle Hexen, sie erliegen völlig hörig seinem lautlosen Ruf (und hinreißendem Charme… )

Fahrat, plötzlich wieder ganz der ehrenhafte Schwertler, will AVA helfen. Er will sie bei der Suche nach ihren Kindern unterstützen. Er will wissen was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat und es wundert Fahrat doch sehr, dass AVA als normale Menschenfrau, ihn und die anderen Wesen seiner STADT überhaupt sehen kann. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und schon bald wird es ungemütlich für den doch sonst so gemütlichen und geruhsamen Fahrat …

***

Als ich eben den Hinweis auf die Zauberer und Muggelwelt gab, war dies keine Andeutung für etwas Nachgemachtes, sondern eher ein Vergleich zur besseren Vorstellung. Den als abgeguckt möchte ich die STADT von Andreas Dresen nicht bezeichnen. Der Autor hat sich seine eigene(n) Welt(en) erschaffen und hier eine schöne Mischung aus unserem normalen Leben im 21. Jahrhundert, Fantasy und auch Mystik zu Papier gebracht.

Es gibt die unterschiedlichsten Wesen, teils gefährlich, teils eher amüsant. So sind da z.B. die Hexen, die gerne in der Badewanne liegen und Handys benutzen oder eben auch Schwertler, die eigentlich viel lieber in der Küche stehen.

Das Geheimnis was es mit der STADT auf sich hat, ob danach wirklich nicht mehr kommt als das GRAUEN und die WILDNIS, macht natürlich neugierig und mir als Leser hat es Freude gemacht, Fahrat, AVA und dessen Bekannte und Begleiter auf der Suche nach den Kindern und deren Wahrheit zu begleiten.

Den Schreibstil von Andreas Dresen möchte ich eher als locker und umgangssprachlich bezeichnen, jedoch nicht als flach und schlecht. Er passt gut zu den Figuren und in unsere heutige Zeit, in der die Handlung ja nun mal spielt. Dresen hat dennoch gute Beschreibungen der Personen, Figuren und Umgebung geliefert, sodass ich als Leserin die Orte und Schauplätze gut vor Augen hatte.

Einige Wesen kamen mir bekannt vor. Sicher kennt man den Teufel oder Götter. Die mechanischen Wesen, die er erschaffen hat, erinnerten mich z.B. ein bisschen an die „Viecher“ aus dem dunklen Turm von King oder Ralf Isaus Wesen in Mekanis. Aber es ist mittlerweile wohl auch kaum noch lösbar, als Autor Dinge zu erschaffen, die noch nie da waren. Der Handlung und dessen Spannung tat es keinesfalls einen Abbruch.

Ich habe diesen ersten Teil des STADT-Romans gerne gelesen, die Protagonisten waren herzlich, sympathisch und gut dargestellt. Auch die Nebenfiguren kamen sehr gut rüber, wie z.b. die Hexe Baddah oder auch Morton, der schwarze Engel. Dann gibt es noch eine ganz tolle Nebenfigur, den Trucker Manfred (warum müsst ihr schon selber lesen).

Der Roman bietet auf den „nur“ 200 Seiten Abwechslung zwischen Spannung, Dramatik, mystischen Szenen, ruhigen Phasen und auch immer wieder humorvollen Momenten, die schmunzeln lassen.

Der Verlag präsentiert das Taschenbuch in einem Hellblau und zeigt auf dem Cover eine Skyline, die unterhalb eines Wasserspiegels wohl die andere STADT darstellen soll. Die Inhaltsangabe finde ich sehr ausführlich, jedoch verrät sie nicht zuviel. Im Blocksatz gedruckt, sieht das ganze auch noch sehr aufgeräumt aus.

Die Schrift ist wieder einmal sehr klein, dass kann ACABUS leider gut. In diesem Buch sind immerhin die Zeilenabstände etwas gelockert, doch das Lesen ist bei solch einer Minischrift dann immer etwas anstrengend.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für eine schöne Mischung aus Fantasy, Mythologie und unserem „normalen“ Leben. Spannung, Dramatik und schöne Momente und Schauplätze hat dieser Auftakt der STADT-Romane zu bieten. Durch abwechslungsreiche und recht kurze Kapitel kommt keine Langeweile auf.
Und ich habe das Gefühl, dass sich Andreas Dresen im zweiten Teil SAMSON und die Stadt des bleichen Teufels noch gesteigert hat. Jedenfalls ist die Fortsetzung schon um 172 Seiten stärker.

Online: http://buchwelten.wordpress.com/2012/07/08/ava-und-die-stadt-des-schwarzen-engels-von-andreas-dresen-45/

Auf angiibuchlounge.blogspot.co.at, von Angii Spath (15.07.2012)


In der Stadt sieht Fahrat auf einmal einen Golem, natürlich sieht ihn sonst keiner, schließlich sind die anderen "nur" Menschen.
Sofort stürmt er los, er will dieses Ding umbringen!
Und dann findet er Ava, die das Opfer gewesen wäre, sie ist verwundet.
Fahrat bringt Ava zu der Hexe, Baddah, die weiß, dass Ava von der STADT gesucht wird, und will die Zwei verraten.
So rutscht Fahrat in ein Abenteuer, das ihm eigentlich gar nicht gefällt.

Die Geschichte ist sehr schön, aber irgendwie erinnert es mich ein wenig an eine Mischung aus "Göttlich verdammt" und "Panem", zwei enormen Bestsellern.
Ich weiß nicht ob es ein gutes Ohmen ist, aber mir hat die Geschichte von AVA gefallen.

Der Autor schreibt sehr geordnet, es kommt immer eine Action Szene, dann eine Erholungsphase und dann wieder eine Aktionsszene.
Mich wundert, dass das Ganze sehr überrasched kommt, obwohl man eigentlich schon wissen könnte, wann die Spannung wieder neu einsetzt.

Die Charaktere in dem Buch werden sehr schön beschrieben.
Es kommt einem nicht so vor als würde man nur Fakten aufzählen, das Ganze hat etwas sehr reales.
Oft kam ich mir bei den Charakteren vor als würden sie sich mir vorstellen, bei manchen war ich froh, dass sie in unserer Welt nicht existieren.

Die Gestaltung des Covers finde ich sehr schön.
Ich finde auch toll das der zweite Band, "SAMSON und die STADT des bleichen Teufels", dazu passt.
Im Buch selber gibt es nichts Gestaltetes.

FAZIT
Ich mag das Buch, es gibt eigentlich nichts, dass ich bemeckern könnte. Darum kann ich es euch nur empfehlen und mit den ca. 200 Seiten hat man es auch gleich mal durchgelesen.

Wenn ihr auf mystische Wesen, Dystophien und so was steht, ist es ein super Buch, das ich euch echt nur empfehlen kann.

5 von 5 Punkten!
Herzlichen Dank an den ACABUS Verlag für dieses tolle Buch.

Online: http://angiibuchlounge.blogspot.co.at/2012/07/ava-und-die-stadt-des-schwarzen-engels.html

Über den Autor

Dresen, Andreas

Dresen, Andreas

Andreas Dresen, Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Aachen. Schon immer war er von fremden Welten fasziniert - von der wilden Atlantik-Küste Südirlands genauso wie von den Sagen und Legenden seiner Heimat. Bereits in seinem Debütroman 'Ava und die STADT des... mehr über den Autor

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