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Nebula Convicto. Grayson Steel und das Blutsiegel von Rom
Fantasyroman

Nebula Convicto. Grayson Steel und das Blutsiegel von Rom

Autor: Weitze, Torsten

lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 432

Größe: 21,0 x 13,3 cm

Sprache: deutsch

Auflage: 1 Original

Verlag: acabus Verlag

ISBN: 9783862827916

Einband: Paperback

EUR 18,00

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
Grayson Steel und seine Quadriga haben es endlich geschafft. Nach drei Anschlägen auf die magische Gemeinschaft der Nebula Convicto ist das internationale Netzwerk der Verschwörer, die die Enttarnung der Magie erreichen wollen, endlich zerschlagen. Nur der Kern jener Hintermänner existiert noch. Nach einem folgenschweren Verhör unter dem Tower von London bringt das Team auch endlich deren Hauptsitz in Erfahrung: Rom, die ewige Stadt. Dort sind die Verschwörer im Begriff, das verschollene Blutsiegel Leonardo da Vincis zu brechen und die bleiche Garde auf die ahnungslose Welt loszulassen. Der Quadriga sitzt die Zeit im Nacken, während sie auf die Rettung unzähliger Leben und der gesamten magischen Gemeinschaft hinarbeiten.

Der Ort, an den alle Wege führen (zur PDF-Leseprobe)

Greater London, Worthington Manor, Freitag, 12. Dezember, 22.58 Uhr

Der Wald rund um das Anwesen der Worthington-Familie schwelte hier und da im Dunkel der angebrochenen Winternacht, sodass es aussah, als würde mehr als ein Dutzend Lagerfeuer rund um das Haus brennen. Wäre der Anlass nicht so grimmig gewesen, hätte der Anblick geradezu idyllisch gewirkt, so als fände dort unten ein Fest im Wald statt, bei dem sich alle Teilnehmer mit Glühwein und Gesang um fröhliche Feuer scharten.
»Die Nachtstreifer melden, dass das Anwesen inklusive Umgebung gesichert ist«, verkündete Mack mittels seiner Drohne, die zwischen ihnen im Inneren des Helikopters schwebte. Der Pilot zog bereits die dritte Bahn über dem Waldstück, nachdem er sie mit großen Umwegen und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen wieder hergeflogen hatte. »Die Feuer sind unter Kontrolle und werden nach und nach gelöscht.«
»Wie viele?«, fragte Grayson schmallippig, der die um die Flammen herumhuschenden Gestalten der wolfähnlichen Humanoiden nur schemenhaft erkennen konnte.
Mack wusste, was er meinte, denn er antwortete sofort. »Einunddreißig Tote«, sagte er. »Die Verwundeten wurden bereits mit dem Heiltrankvorrat des Anwesens versorgt«, warf Morgan dazwischen. »Ich habe Parsley bereits vor der Abreise entsprechend instruiert.«
»Flucht«, sagte Shaja düster. »Du meinst, vor unserer Flucht.«
»Der richtige Begriff ist ›Taktischer Rückzug‹«, sagte Richard milde. »Wir wussten nicht, wie viele Truppen da gegen uns vorrücken. Mit dem Helikopter zu verschwinden war die beste Option.«
Malthusar regte sich auf seinem Sitz. »Ich denke immer noch, Sie und ihr Team sollten mir zu einer Militärbasis der Unendlichen Legion folgen. Dort sind Sie sicherer als hier.«
Grayson schüttelte energisch den Kopf. »Wir bleiben nicht lange«, erklärte er mit ernster Stimme. »Nur bis wir wissen, wo wir als nächstes hin müssen. Unsere Ausrüstung ist ebenso da unten wie unsere Beschützer, die den Respekt verdient haben, dass wir in das Haus zurückkehren, das sie mit ihren Leben verteidigt haben. Eine Flucht ohne Wiederkehr würde uns das Rudel nie verzeihen.«
Morgan gab einen leisen Laut der Zufriedenheit von sich, verzichtete aber auf einen Kommentar zum wachsenden Wissen des Quaestors über Sitten und Gebräuche der magischen Wesen innerhalb der Nebula Convicto. Der Helikopter setzte auf dem Platz vor der Eingangstür auf, und Grayson sprang noch in derselben Sekunde heraus. Ihm war kalt, er war müde, innerlich zerschlagen und vor allem: zornig. »Alle in den Besprechungsraum«, grollte er in die Nachtluft hinaus und schenkte den im Helikopter zurückbleibenden General nur ein Kopfnicken zum Abschied. Ein leichter Schneefall setzte in diesem Moment ein und verlieh dem Gesamtbild eine derart harmonische Note, dass Grayson am liebsten auf irgendetwas eingeprügelt hätte. Es schien, als würde die Welt nicht kümmern, was in ihm vorging oder heute geschehen war.
Er stürmte auf die Eingangstür zu, die Parsley bereits geöffnet hatte. Grayson klopfte der Ritterrüstung im Vorbeigehen brüsk auf den Schulterpanzer, was das Konstrukt mit einem Zusammenzucken quittierte. Ein gemeines Kichern rang sich aus der Kehle des Quaestors hervor. »Entspann dich, alter Junge«, sagte er zu dem guten Geist des Hauses. »Ich habe meine Gabe schon lange so weit unter Kontrolle, dass ich deiner Magie nichts tue, wenn ich es nicht will.«
»Ich weiß, Sie sind ebenso gereizt wie wir anderen, Grayson«, tadelte Morgan den Ermittler und schob ihn an der zitternden Ritterrüstung vorbei. »Aber lassen Sie das nicht an dem armen Parsley aus, sonst finden Sie auf einmal die eine oder andere wenig schmackhafte Überraschung in Ihrem Kaffee.«
Grayson brummte und ging weiter, bis er im Besprechungsraum angekommen war. Mack hatte die Monitore bereits eingeschaltet und sowohl das Schaubild der Verschwörer als auch die heutigen Ereignisse in Stichworten auf den Bildschirmen dargestellt. »Ich habe da schon mal was vorbereitet«, sagte der Zwerg durch seine Drohne, als diese in den Raum flog. »Ihr wisst schon, um Zeit zu sparen.«
Sandwiches und Kaffee standen auf dem Tisch bereit, und erst jetzt merkte Grayson, wie hungrig er unter all seinem Groll war. »Danke, Parsley«, sagte er zu der im Gang stehenden Rüstung, die eine Verbeugung andeutete und sich dann zurückzog. Die anderen verteilten sich auf ihre Sitze, Shaja nahm diesmal am anderen Ende des Tisches Platz. Grayson und sie hatten schnell herausgefunden, dass sie nicht die Art von Pärchen waren, die einander in harten Zeiten die Hand hielten. Jeder von ihnen zog sein Ding durch, und wenn man sich dabei helfen konnte, war das in Ordnung. Ansonsten ließ man den anderen in Ruhe machen und besprach den verstrichenen Tag im gemeinsamen Bett, wenn sich die Nerven beruhigt hatten.
»Wir kennen die Motivation und den Modus Operandi der Verschwörer«, sagte Mack und hob die beiden Worte auf den Monitoren hervor. »Sie wollen die Nebula dazu zwingen, als Bösewicht ins Licht der Öffentlichkeit zu treten. Außerdem sind sie hinter dem Blutsiegel von da Vinci her.«

Über den Autor

Weitze, Torsten

Weitze, Torsten

Torsten Weitze, Jahrgang 1976, ist in Krefeld geboren und lebt dort auch heute noch. Ursprünglich gelernter Verlagskaufmann zog es ihn nach jahrelangem Leiten einer Pen-und-Paper-Rollenspielrunde unaufhörlich auf die künstlerische Seite des Berufsfeldes. Nun verbringt er seine... mehr über den Autor

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