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Sunrise. Das Tor zum Träumen

Sunrise. Das Tor zum Träumen

Autor: Wolf, Christof

Lieferbar in 48 Stunden


Produktart: Buch

Seiten: 232

Größe: 21,0 x 14,8 cm

Sprache: Deutsch

Auflage: 2 Überarbeitete Ausgabe

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 9783862820214

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 14,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
Sunrise - Sunshine - Sunset Diese autobiografische Trilogie erzählt eine wunderschöne, doch ebenso traurige Geschichte über das Finden, Halten und Verlieren der Liebe. 2001. Bei einem Spaziergang am Strand des südaustralischen Fischerstädtchens Albany findet der Police Officer Arthur McKinley eine Flaschenpost im Sand. Erschüttert vom traurigen Inhalt, bringt er diese zur Redaktion des Albany Advertisers, wo daraufhin der Artikel 'Bottle brings sad Message' erscheint. Diesen liest die aus Deutschland stammende Sabine Schock. Als ihr bewusst wird, dass der Verfasser der 'Sad Message' aus der selben Region stammt wie sie - aus dem Westerwald, informiert sie ihre Mutter in Deutschland, die noch am selben Abend Kontakt zu Benjamin Michels in Hachenburg aufnimmt. Dieser fällt aus allen Wolken, als er erfährt, dass seine Flaschenpost - die er während einer Reise durch Südaustralien von den Klippen ins Meer geworfen hatte - in einer australischen Zeitung veröffentlicht wurde. Aufgewühlt von seinen Gefühlen, erinnert Benjamin sich daran, wie die Geschichte zwischen Johanna und ihm begann und öffnet damit sein Tor zum Träumen … 1985. Hier beginnt die Liebesgeschichte zwischen der hippen Johanna und dem eher schüchternen Dorfjungen Benjamin. Sie lernen sich in der Schule kennen. Johanna fühlt sich von dem sonnigen Lächeln des Jungen magisch angezogen allerdings gibt es da ein Problem: Sie ist mit Wolfgang liiert! Gleichwohl wagt sie eines Tages, während eines Klassenausflugs, den ersten Schritt und versucht Benjamin näher zu kommen. Und dann starten auch in Benjamins Bauch Kunstflugstaffeln zu außergewöhnlichen Flugübungen. Johanna weiß, dass nur die Trennung von Wolfgang zum Ziel führen kann. Benjamin plagen derweil Zweifel und er begeht leichtsinnig einen fatalen Fehler. Noch ehe sie richtig zueinander finden, scheint er sie zu verlieren ... Christof Wolf erzählt eine modern-lockere sowie tragisch-romantische Liebesgeschichte. Seine unzähligen amüsanten, aber auch traurigen Erfahrungen, gekrönt von einem unglaublichen Flaschenpost-Erlebnis in Australien, bewegten ihn dazu, diesen Roman zu verfassen. Die Trilogie wurde vom Leben selbst geschrieben eine wahre Story, die ihre Leserinnen und Leser auf eine Reise um die Welt einlädt!
Aus dem Prolog: Der Artikel erschien dann im ‚Albany Advertiser’. Er berichtet über den Fund einer traurigen Message in a bottle , kam Frau Schock zum Ende. Die Verfasserin, eine gewisse Sarah Beacon – meine Tochter meinte, sie sei eine leitende Redakteurin der Zeitung – hat wohl nur Auszüge aus dem Brief verwendet – zum Glück, oder? Aber zusätzlich wurde ein großes Foto veröffentlicht. Das zeigt den Polizisten Arthur McKinley, der die Flasche und den Brief in seinen Händen hält. Und auf dem Bild ist dann auch Ihre Hanna zu erkennen. Es ist doch Ihre Hanna, nicht wahr? Benjamin kämpfte seit einigen Minuten mit den Tränen und rang nach Fassung. Frau Schock, verzeihen Sie mir, ich muss mich gerade erst einmal wieder fangen! Das kann ich verstehen! antwortete die Stimme am anderen Ende liebevoll. Nach-dem er sich die Nase geschnäuzt und mehrmals tief Luft geholt hatte, nahm er den Hörer wieder ans Ohr. Wow, ich hätte nie gedacht, dass die Flasche überlebt und gefunden wird. Ich habe sie an einer ganz abgelegenen Stelle, einer Steilküste, ins Meer geworfen. In der Nähe befindet sich die Natural Bridge, die kennen Sie bestimmt, da sie schon des Öfteren in Albany waren! Ich war fest davon überzeugt, die nächste Brandung schleudert das Glas gegen die Felsen. Doch jetzt erfahre ich diese fast unglaubliche Geschichte. Ich bin völlig neben der Spur, Frau Schock, und kann das alles noch gar nicht glauben. Ich muss mir eben mal in den Arm kneifen, damit ich sicher gehe, dass ich nicht träume oder gar dabei bin, meinen Verstand zu verlieren. Sind Sie noch dran, Frau Schock? Ja, Herr Michels, ich bin noch da. Keine Angst, Sie sind nicht verwirrt oder so, ich bin wirklich am anderen Ende der Leitung. Waren Sie eigentlich schon öfter in Albany, also auch letztes Jahr? Meine Tochter erzählte mir, der Brief sei laut Zeitungsartikel auf August letzten Jahres datiert und Sie erzählten mir eben, dass Sie erst vor ein paar Wochen dort gewesen seien. Benjamin wähnte sich wieder unter Kontrolle und war beruhigt, dass er wohl doch noch im Besitz seiner geistigen Kräfte zu sein schien. So fasste er Zutrauen zu dieser ihm eigentlich völlig unbekannten Person. Er setzte sich auf die Couch und begann ihr die Geschichte zu erzählen. Seine Geschichte, wann er die Nachricht geschrieben, wie er die Flaschenpost erstellt hatte und natürlich, wie sie nach Australien gelangt war: Nein, Frau Schock, ich war tatsächlich erst vor zirka sechs Wochen in Albany. Doch den Brief habe ich bereits im letzten Jahr geschrieben, bevor ich im August nach Amerika geflogen bin. Den Brief an Johanna hatte ich damals schon im Gepäck. Als ich auf der Hälfte meiner Tour auf Cape Cod eintraf, da wollte ich meine Message ins Meer werfen. Ich hatte mir diese Halbinsel unterhalb von Boston ausgesucht, da dort auch in Nicolas Sparks‘ Geschichte ‚So weit wie das Meer’ die Flaschenpost an den Strand gespült wurde. So wollte ich genau dort meine ins Meer werfen. Johanna und ich waren begeistert von Sparks’ Roman, so stand für uns fest, dass wir irgendwann einmal nach Cape Cod fahren wollten. Aber es kam nicht mehr dazu. Ich fuhr hoch bis zur Spitze der Landzunge, bis nach Provincetown, doch ich fand und fand keinen geeigneten Küstenstreifen, an dem ich mir vorstellen konnte, meine Flasche ins Meer zu werfen. Es gibt tolle Strände da, doch die Küstenabschnitte waren mir einfach zu flach. Ich weiß noch, wo ich am Herring Cove Beach in Provincetown stand und die Flasche in der Hand hielt, um sie endlich ins Meer schleudern zu können. Doch auch hier war der wunderschöne Strand einfach zu seicht. Da es keine richtige Strömung ins Meer hinaus gab, hätte dies bedeutet, dass die Flaschenpost von der Brandung über kurz oder lang wieder an den Strand gespült worden wäre. Aber gerade das wollte ich ja eigentlich vermeiden. Von daher steckte sie bis zum letzten Tag meiner Amerikareise in meinem Rucksack. Mich überkam schon ein komisches Gefühl, als ich in Gloucester, einem Fischerort nördlich von Bosten, vor der Entscheidung stand, die Flasche wieder mit nach Hause zu nehmen oder sie ins Meer zu werfen, auch auf die Gefahr, dass sie bereits eine Stunde später von irgendjemandem am Strand gefunden werden könnte. Es war der letzte Tag am Meer, da mich meine restliche Tour quer durch Massachusetts nach New York führen sollte. Ich kämpfte lange mit mir und entschied mich schließlich für die erste Alternative. Irgendwie sagte mir eine innere Stimme: ‚Benjamin, nimm sie ruhig wieder mit, du handelst richtig. Du wirst irgendwann, auf irgendeiner deiner Reisen einen Ort finden, der dich sofort anspricht! Du wirst diesen Ort auf Anhieb erkennen! Du wirst nicht unbedingt wissen warum, aber du wirst dort deiner Nachricht den richtigen Weg geben! Denn das wird der Ort sein, wo dein Herz sich meldet!’ Als ich eine Woche später im Lufthansa-Flieger saß und von New York nach Frankfurt flog, wusste ich, ich handelte richtig. Von irgendwoher bekam ich zwei Zeichen: Ich telefonierte vor dem Abflug mit meiner Mutter und sie erzählte mir, dass meine Schwester Ann-Kathrin heute ihre Zwillinge bekommen hatte, zwei Mädchen, und alle drei wohl auf seien. Es war der 31. August und somit Johannas Geburtstag – sie wäre 35 geworden. Als ich auf meinem Sitz Platz nahm und mein Ticket noch in der Hand hielt, musste ich vor Rührung weinen, da ich dies als einen außergewöhnlichen Zufall deutete. Als ich mir dann weniger zufällig den Durchschlag meines Tickets betrachtete, erschrak ich. Mein Blick erspähte die Ticketnummer und erkannte unvermittelt ein weiteres kleines Zeichen. Eine Buchstaben- und Zahlenfolge brachte mich plötzlich zum Lachen – 465WOLKE7DCS. Hanna und ich sprachen häufig davon, dass wir uns stets so fühlten, als würden wir auf Wolke 7 schweben. Und nun wurde mir bewusst, dass ich heute an Bord dieser Lufthan-sa-Maschine – und das gerade an Hannas Geburtstag – dieser besonderen Wolke sicher ganz nahe käme. Nun, und in diesem Jahr bin ich dann, wie Sie bereits wissen, nach Australien geflogen. Natürlich begleitete mich die Flaschenpost in meinem Gepäck. Albany lag auf meiner ersten Etappe, die mich durch Westaustralien führte. Als ich den Ort erreichte und mich umschaute, überkam mich gleich ein gutes Gefühl dieser Ort hätte Johanna auch gefallen. Am nächsten Morgen fuhr ich ganz früh nach Bald Head hinaus - Sie wissen, die Halbinsel vor Albany. Ich stellte meinen Wagen an einer abgelege-nen Stelle ab, schnappte mir meinen Rucksack und machte mich auf den Weg. Nach einem Fußmarsch von einer halben Stunde erreichte ich die schroffe Steilküste. Die Gischt schäumte weiß an den Felsen. Langsam begab ich mich zum steil abfallenden Rand. Ich sah über den tiefen Abgrund hinaus und wusste, das ist er – das ist der richtige Ort! Ich schloss meine Augen und sprach ein kurzes Gebet. Die Flasche hielt ich dabei ganz fest in meinen Händen. Nach dem Amen hob ich sie gen Himmel. Ich holte tief Luft und warf sie so weit ich konnte über die Klippe hinaus. Das Meeresrauschen und der brausende Wind machten es mir unmöglich zu hören, ob die Flasche das Wasser erreicht hatte oder doch bereits am Felsen zerschlagen war. Gleichwohl war ich überglücklich, meine Mission – an einem solch ehrwürdigen Ort – erfüllt zu haben. ‚Die Nachricht wird schon bei ihr ankommen!’ Erleichtert setzte ich meine kleine Wanderung in dem Bewusstsein fort, dass ich es geschafft hatte, die richtige Stelle für meine Message in a bottle gefunden zu haben. Ja, ich wusste, es war auch das richtige Land, da Johanna auf unserer gemeinsamen Australienrei-se ein Stück ihres Herzens in Down Under zurückgelassen hatte und am liebsten dorthin ausgewandert wäre. Aber, Frau Schock, dass meine Geschichte sich derart fortsetzt, das ist doch unglaub-lich, oder? Es ist der Wahnsinn! Wenn ich mir das überlege, dann kann das doch niemand glauben, oder? Würden Sie jemandem eine solche Story abnehmen? Mal ganz ehrlich, ich hätte meine Zweifel! Frau Schock, die Benjamin während seiner Schilderungen nicht zu unterbrechen gewagt hatte, erwiderte selbst noch ganz gerührt: Sie haben Recht! Ja, es ist nicht zu glauben! Eigentlich wie in einem Drehbuch für einen Liebesfilm oder ein Drama, nicht wahr! Ja wirklich! In Albany, also am anderen Ende der Welt, werfe ich meine Flasche ins Meer. Ja, und was passiert? Nicht nur, dass sie heil im Wasser landet und unversehrt wieder an Land gespült wird, nicht nur, dass dieser Polizist sie an einem Strand findet und damit zu einer Zeitung geht, worauf ein Artikel geschrieben und veröffentlicht wird. Nein, damit nicht genug der Dramaturgie ...! Benjamin musste eine kurze Pause machen. Und auch Frau Schock schwieg am anderen Ende. …Ich hätte das ja nie erfahren, wenn nicht das Schicksal ihre Tochter Sabine ins Spiel gebracht hätte. Ich kann wirklich nicht begreifen, was da gerade passiert. Also, wenn ich es jetzt nicht selbst erleben und mir jemand so etwas erzählen würde, ich könnte es wirklich nicht glauben. Wahrscheinlich würde ich sagen, das kann sich nur so ein abgedrehter Regisseur in seinem stillen Kämmerlein ausgedacht haben – ja förmlich auf das Übelste oder besser Schmalzigste konstruiert. Mit dem wahren Leben hat so etwas nichts zu tun. Also glauben Sie mir, Frau Schock, das muss ich jetzt erst einmal verarbeiten. Wissen Sie was, Herr Michels, Sabine wird mir den Zeitungsausschnitt schicken. Wenn er hier ist, werde ich ihn an Sie weiterleiten. Anschließend können wir ja noch einmal miteinander telefonieren. Sollten Sie zwischenzeitlich in die Richtung von Höhr-Grenzhausen fahren, dann versprechen Sie mir, dass Sie bei mir und meinem Mann vorbeischauen. Wir würden uns freuen, Sie kennen zu lernen. Außerdem lade ich Sie jetzt schon ein, dass Sie uns an einem Sonntag im Spätsommer besuchen müssen. Gut, ich weiß, das ist noch ein halbes Jahr hin, aber dann kommen Sabine und Brian nach Deutschland. Wir müssen uns auf jeden Fall einmal treffen! Lieber Herr Michels, hoffentlich kann Sie mein Anruf auch ein wenig erfreuen. Es fällt mir schwer, Sie jetzt mit dieser Geschichte allein zu lassen. Ich wünsche Ihnen aber ein schönes Wochenende! Vielen Dank, Frau Schock! Ich werde ganz bestimmt einmal vorbeikommen. Bitte bestellen Sie Ihrer Tochter schöne Grüße von mir. Wenn ich ihre australische Adresse bekomme, dann melde ich mich auch persönlich bei ihr und ihrem Mann. Sie glauben gar nicht, was mir das alles bedeutet. Ich weiß nur eines und das hat mir die ganze Geschichte gezeigt: Die Nachricht, die ich versandt habe, ist bei Johanna angekommen und sie hat mir durch Sie, Frau Schock, geantwortet! Liebe Frau Schock, ich wünsche Ihnen auch noch einen schönen Abend! Bis bald! Benjamin legte den Hörer auf und atmete tief durch. War das jetzt wirklich geschehen? Er konnte es noch immer nicht glauben. Mit zitternden Fingern nahm er ein Streichholz aus der Schachtel und zündete eine Kerze an. Die Flamme richtete sich langsam auf und erhellte den Raum in ein gedämpft romantisches Licht. Er war aufgewühlt und nervös. Gleichzeitig dachte er bei sich: ‚Wow, Sunshine! Danke, dass du mir zeigst, dass meine Nachricht bei dir angekommen ist! Du weißt gar nicht, oder wahrscheinlich schon, wie glücklich du deinen Benjamino machst!’ Die Hände hinter dem Kopf verschränkt, lehnte er sich zurück. In sich gekehrt schaute er in die Flamme und dachte an seine Zeit mit Johanna. Immerhin waren sie über fünfzehn Jahre ein Paar gewesen. Mensch, was hatten sie in dieser langen Zeit alles erlebt! Er war sich sicher, die lustigen oder auch dramatischen Geschichten und Anekdoten, das Lachen und die Tränen, nichts davon würde er je vergessen. Doch was wäre, wenn er nicht mehr war. Schließlich hatten Johanna und er keine Kinder bekommen, denen er alles hätte erzählen können und die dann wiederum ihren Kindern die Geschichten von den verrückten Großeltern hätten weitertragen können. ‚Schade, denn erzählenswert wäre unsere Geschichte bestimmt gewesen. Ob es mir vielleicht irgendwann einmal gelingt, die Story aufzuschreiben – wie heißt es doch: Wer schreibt, der bleibt!’ Oder, wie hatte es Johanna so treffend in einem ihrer zahlreichen Gedichte beschrieben: Nie still steht die Zeit, der Augenblick entschwebt und nur die Momente, an die du dich erinnerst, die hast du bewusst gelebt! Während er so dasaß und überlegte, traten immer mehr Bilder vor sein geistiges Auge und fast verlorengeglaubte Erlebnisse fielen ihm wieder ein. Er musste daran denken, wie 1985 alles begann ...

Über den Autor

Wolf, Christof

Wolf, Christof

Christof Wolf, geboren 1967, lebt seit Jahren in Hachenburg, einem kleinen mittelalterlichen Städtchen im Westerwald. Im Beruf zeigt sich der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt verantwortlich für die interne Studienorganisation an einer Fachhochschule. Nach seiner... mehr über den Autor

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