. .
BUCHstäblich NEU
Sie sind hier:

Auf den Spuren von Elfen und Trollen in Island
Sagen und Überlieferungen. Mit Reisetipps zu Islands Elfensiedlungen

Auf den Spuren von Elfen und Trollen in Island

Autor: Bjarnason, Brigitte


Lieferbar in 48 Stunden


Produktart: Buch

Seiten: 164

Größe: 18,8 x 12,4 cm

Abbildungen: 10

Sprache: deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 9783862822492

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 12,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
Island – Das Fenster zur Elfenwelt.
Volkssagen von Elfen, Trollen und anderen übernatürlichen Wesen sind charakteristisch für Island. Bis heute ist der Elfenglaube in Island weit verbreitet und spielt sogar im alltäglichen Leben eine große Rolle. So werden Straßen extra um Elfensiedlungen herumgebaut. Eine der größten Siedlungen befindet sich in Hafnarfjördur, einem Vorort von Reykjavík und Wohnort der Autorin.
Brigitte Bjarnason begibt sich auf Spurensuche nach dem huldufólk. Sie erzählt die mündlich überlieferten Geschichten von Begegnungen mit Elfen in Vopnafjördur, Borgarfjördur eystri, Seydisfjördur, Fljótsdalshérad und Hafnarfjördur. Ergänzt werden die Geschichten von genauen Beschreibungen der Schauplätze, historischen Hintergründen und touristischen Informationen.
„Auf den Spuren von Elfen und Trollen in Island“ ist für jeden Island-Fan ein reizvoller Weg, die Geheimnisse der isländischen Natur und Kultur zu entdecken.
Falls Ihr Interesse an einer Islandreise geweckt wurde: Unser Partner "Contrastravel" bietet individuelle Island-Reisen und Minigruppenreisen in Island an!
Aus: Das Ungeheuer von Lagarfljót

Das größte und bekannteste Seeungeheuer Islands ist der Lagarfljótsorm (ormur=Wurm, Schlange), der in den Tiefen des grauen Wassers des Sees Lagarfljót beheimatet ist. Bis in die heutige Zeit existieren Berichte von Augenzeugen, die diese unerklärliche Erscheinung wahrgenommen haben.
Über den Ursprung des Lagarfljótsorm wird in den Volkssagen folgendes berichtet:
Auf dem Hof Skeggjastaðir lebte einmal eine Witwe. Eines Tages schenkte sie ihrer erwachsenen Tochter ein goldenes Schmuckstück.
„Wie kann ich das Gold vermehren?“ fragte die Tochter.
Die Mutter antwortete: „Lege den Schmuck unter einen Wurm.“
Sie wusste, dass wenn ein Wurm auf Gold liegt, dieser an Grösse zunahm und damit sich auch das Gold vermehrte.
Am nächsten Tag fand das Mädchen eine Schnecke und legte das goldene Schmuckstück vor das Tier. Die Schnecke kroch aus ihrem Schneckenhaus heraus und legte sich auf das Gold. Nun steckte das Mädchen die Schnecke und das Gold in eine Schachtel. Eine Woche später schaute das Mädchen nach der Schachtel. Sie war kurz vorm auseinanderplatzen, so war das Gold und die Schnecke gewachsen. Das Mädchen bekam Angst und warf die Schachtel mit dem Gold und die Schnecke in den Lagarfljót.
„Nun bin ich das grausige Tier los“, dachte sie. Aber bald kam ans Licht, dass das wurmähnliche Wesen am Grund des Lagarfljótes weiter an Grösse zunahm und sich das Gold ebenfalls weiter vermehrte.
Nun tauchte von Zeit zu Zeit ein Ungeheuer auf und spuckte Gift an beide Seiten des Seeufers. Es wurde zur Gefahr für Mensch und Tier. Wenn das Ungeheuer tobte, zitterte die Erde und Wasser überflutete das Land. Da suchten die Einwohner rund um den Lagarfljót Rat bei zwei erfahrenen Finnen. (Finnen waren in den Sagas als Zauberer bekannt, deren magische Kräfte sogar Einfluß auf das Wetter haben konnte. Anm. der Autorin) Die Finnen tauchten in den Lagarfljót und sahen die riesige Schlange auf dem Gold liegen. Mit Mühe gelang es den tapferen Männern, den Wurm am Grund festzubinden. Bei Húsatanga soll der Kopf des Ungeheuers festgebunden sein und der Schwanz bei Skarfatanga zwischen Ás und Hof. Als die Finnen abgereist waren, wurde es ruhiger im Lagarfljót.
*aufgeschrieben von Jón Árnason 1845
 
Später pilgerte der Bischof Guðmundur Arason allein und barfüßig von Hóla im Hjaltadal nach Ostisland, um mit Gebeten und religiösen Zeremonien das Ungeheuer zu vertreiben. Seit dieser Zeit ist nie wieder ein Mensch durch den Lagarfljótsorm zu Schaden gekommen. Nur in unregelmäßigen Abständen tauchte sein gekrümmter Rücken aus dem Wasser auf. Dies wurde als Zeichen für bevorstehende schlechte Zeiten gedeutet, wie zum Beispiel eine schlechte Heuernte.
Es muss wohl im 12. Jahrhundert gewesen sein, als der Bischof den Wurm bekehrte, denn im 13. Jahrhundert hat sich der Wurm eher ruhig verhalten. Seit dem 14. Jahrhundert gab es immer wieder Zeugen, die von ungewöhnlichen Erscheinungen im Lagarfljót berichteten. Mal waren es helle Buckel, die aus dem Wasser herausragten, mal hatten die Erscheinungen Ähnlichkeit mit einem umgekippten Boot. Manchmal spritzten Fontänen wie von einem Wal aus dem Wasser. Auch über die Länge der Schlange gibt es bisher keine genauen Angaben.

Über den Autor

Bjarnason, Brigitte

Bjarnason, Brigitte

Brigitte Bjarnason (geb. 1959) wuchs in Hamburg auf und machte dort eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Während eines Austauschjahres 1982/83 lernte sie ihren Mann in Island kennen. Seit 1992 lebt sie auf der Insel, davon mehrere Jahre in den Ostfjorden. In Borgarfjördur eystri,... mehr über den Autor

Bewerten und Kommentieren

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.

 
Design by MKD Mediengestaltung