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Kommentare zu: '' Christine Bernard. Das Eisrosenkind''

keinekeinekeinekeinekeinekeine | 06.05.2016 09:47 | Marion Sommer

Christine Bernard -Das Eisrosenkind von Michael E. Vieten ist ein Krimi, der im acabus Verlag erschienen ist. Kommissarin Christine Bernard ermittelt in einem Fall von Kindesentführung. Die achtjährige Rosalia verschwindet einfach spurlos aus dem Kinderhort. Christine Bernard und ihr Kollege Torsten Kluge sind ratlos, es gibt keine Spur des kleinen Mädchens.
Die Kriminalpolizei Trier wird zu einem Leichenfundort gerufen, ein Mädchen erstarrt in Eis! Es sieht fast so aus, als lebte sie noch, gefroren im Eis hat sie ihre Schönheit bewahrt. Handelt es sich um Rosalia? Dieser Fall verlangt der sensiblen Kommissarin alles ab, sie ist besessen davon den Täter zu finden.
Dies ist bereits der zweite Fall für Kommissarin Bernard. Den ersten Teil kenne ich nicht, aber das hinderte mich nicht am Verständnis für diesen Krimi. Im Gegenteil, der Autor verwebt in dieser Geschichte alle wichtigen Details, die der Leser aus dem Vorgänger kennen sollte.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran natürlich Christine Bernard. Mir gefiel besonders ihre sensible Art, sie leidet wirklich mit den Opfern mit. Sie versucht nicht die toughe Polizistin zu mimen, die in der Männerwelt bestehen muss. Dennoch kann sie sich durchsetzen und leistet gute Arbeit.
Das Verhältnis zu ihrem Kollegen Torsten Kluge ist gut, die beiden sind gut aufeinander abgestimmt. Ebenso im Team ist Jörg Rottmann, er entspricht eher dem Klischee des hartgesottenen Ermittlers.
Margit Lemke, die Mutter von Rosalia, ist am Boden zerstört. Sie hatte es schon immer schwer im Leben, musste ihre Tochter allein durchbringen. Rolf Lemke, der Vater, wandte sich schon in der Schwangerschaft von ihr ab. Das alles wirkt sehr lebensnah, ich kam mir vor wie mitten in der Geschichte, da alles sehr authentisch wirkt.
Die Geschichte selbst ist äußerst einfühlsam erzählt. Es gibt keine reißerischen und blutigen Momente. Das ist auch gut so, denn das Thema Kindesentführung und Mord ist heikel genug. Michael E. Vieten geht wirklich behutsam mit dieser Thematik um, das hat mir sehr gefallen. Er behandelt alles mit dem nötigen Respekt. Keine Szenen werden blutig ausgeschlachtet, dieser Krimi ist der Beweis, dass es anders genauso gut geht.
Die Spannung wurde stetig weitergeführt. Der Autor streut gekonnt neue Hinweise und Vermutungen, so dass der Leser bis zum Ende rätseln muss. Ich zweifelte an einigen Stellen des Buches manchmal an mir selbst. Hat der Vater nun etwas mit dem Verschwinden zu tun, oder nicht? Von Kapitel zu Kapitel sah ich mir dabei zu, wie ich eine Theorie, die ich soeben verworfen hatte, wieder aufnahm. Das machte es wirklich spannend.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Der Titel des Buches findet Bezug zum Inhalt, das hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn meiner Lektüre las ich den Text auf dem hinteren Teil des Buches. Da stach mir ein Satz ins Auge: Der Mensch glaubt, er hofft, er irrt.
Dieser Satz hat mich gerade im Nachhinein sehr nachdenklich gestimmt, denn er trifft den Kern dieses Krimis. Regt zum Nachdenken an!

Dieser Krimi bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung. Christine Bernard hat sich in mein Herz geschlichen, ich hoffe sie ermittelt bald wieder.

gutgutgutgutgutgut | 22.05.2016 22:04 | Barbara Diehl https://buechersindfliegendeteppiche.wordpress.com/2016/05/22/christine-bernard-das-eisrosenkind-michael-e-vieten/

Trier: Ein 8jähriges Kind wird vermisst

An manchen Tagen hasst Christine Bernard es, dass sie als Kriminalkommissarin niemals wirklich Urlaub hat. Gerade ist der letzte Ton des Sinfonie-Konzertes verklungen, bei dem ihr Freund Torben Heintz das Cello spielte, als Christine von ihrer Dienststelle über eine Vermisstenmeldung informiert wird. Bei der vermissten Person handelt es sich um ein 8jähriges Mädchen, das am Nachmittag aus dem Kinderhort verschwunden ist.

Kurz nachdem Rosalia als vermisst gemeldet wird, wird am Moselufer eine Kinderleiche gefunden. Alle äußeren Erkennungsmerkmale weisen darauf hin, dass es sich bei dem gefrorenen Körper um die kleine Rosalia handelt. Der Schein trügt, denn bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung stellt sich heraus, dass das tote Mädchen eine andere Augenfarbe hat und dieses Kind schon seit 12 Jahren tot ist.

Die Ähnlichkeit zwischen Rosalia und der unbekannten Toten ist frappierend.
Gibt es zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang?

„Das Eisrosenkind“ ist ein Kriminalroman der im Raum Trier spielt. Genau dieser Umstand war es, der mich zu diesem Buch greifen ließ, denn ich wohne ca. 45 Autominuten von Trier entfernt. Regionalkrimis sind immer spannend, aber einen Krimi der so nahe vor meiner Haustüre spielt, habe ich bisher noch nicht gelesen.

Die Kriminalkommissarin Christine Bernard ermittelt hier schon in ihrem 2. Fall in Trier. Wie bei den meisten Kriminalromanen kann jedoch auch dieses Buch als Solitärband gelesen werden.

Die Person der Ermittlerin Christine Bernard ist sehr sympathisch angelegt. Erfreulicherweise treffen wir hier auf eine Kommissarin, die ausnahmsweise mal nicht einen Rucksack voll mit dunklen Schatten ihrer eigenen Vergangenheit mit sich herumschleppt und so spielt ihr Privatleben nur eine untergeordnete Rolle. Ab und an findet sich eine Erwähnung aus dem Privatbereich, aber es wird keine große Gewichtung darauf gelegt.

Bei den Vernehmungen der Zeugen und auch im Umgang mit den Eltern der vermissten Rosalia zeigt Christine Einfühlungsvermögen und Sachverstand. Andererseits beißt sie sich an einer Person fest, die in ihren Augen der Täter sein muss. Obwohl er für die Zeit des Verschwindens von Rosalia ein Alibi hat glaubt Christine, dass nur er es gewesen sein kann. Notfalls mit einer Hilfsperson. Dieses störrische Festhalten an ihrem vermeintlichen Täter war mir stellenweise etwas zu viel und genau wie ihre Kollegen konnte ich dieses Verhalten nicht immer nachvollziehen. Hier wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen. Mein Lesevergnügen wurde jedoch von ihrer Sturheit nicht nachhaltig gestört und letztendlich findet sie die Spur, die zum Mörder führt.

Ein Krimi wäre kein Krimi, wenn sich die Ermittler nicht auch selbst in Gefahr bringen würden und so wird der Leser Zeuge, wie die Kriminalkommissarin wirklich kurz vor knapp aus einer ziemlich unangenehmen Situation gerettet werden kann.

Christine Bernard ermittelt natürlich nicht alleine, sondern sie wird von ihren Kollegen Torsten Kluge und Jörg Rottmann unterstützt. Auch diese Personen sind echt und glaubhaft angelegt, agieren jedoch eher im Hintergrund.

Der Autor Michael E. Vieten schafft es von Anfang an Spannung zu erzeugen und diese auch zu halten und so lesen sich die 305 Seiten wirklich erstaunlich schnell weg. Der Schreibstil ist angenehm und fehlerfrei und macht Lust darauf, den 1. Teil „Der Fall Siebenschön“ auch noch zu lesen.

gutgutgutgutgutgut | 30.01.2017 18:17 | Heinz Peter http://wurm200.blogspot.de

Das Buch besteht aus insgesamt 18 Kapiteln, die alle dick gedruckt zu Beginn eines neuen Kapitels mittig stehen. Eines der Kapitel ist dabei gleichzeitig der Titel des Buches.
Da es sich bei diesem Buch um den 2. Band handelt, ist einigen Lesern die Kommissarin schon bekannt, weshalb die Charaktere nicht nochmals neu beschrieben werden, sondern die Biografie eher an Band 1. anknüpft. Auch die Handlung des 1. Falls wird in diesem Buch kurz angesprochen, reicht aber nicht aus um diese völlig zu verstehen (weshalb ein Lesen des 1. Buches von meiner Seite geraten wird).
Die Handlung wird dabei gewohnt detailreich beschrieben, womit die Vorstellung um einiges erleichtert wird. Auch der Lesefluss ist angenehm und wird eigentlich niemals wirklich unterbrochen, womit sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.
Für einen Krimi fehlt es der Handlung etwas an Spannung und Action, was aber keinesfalls negativ ist. Im Gegenteil, so bekommt der Leser mal einen völlig anderen Krimi zu lesen. Allein die Tatsache, dass der Autor den Leser sehr in der Bahn hält und man so nicht wirklich die Gelegenheit hat, selbst zu ermitteln, fällt dabei negativ ins Auge. Dies führt auch schnell dazu, dass der Täter relativ schnell gefunden wird bzw. das Ausgrenzen möglicher Täter wird sehr erleichtert.

Cover: Das Cover ist fast ausschließlich in den Farben Schwarz und Weiß gehalten, lediglich ein Teil des Titels sowie einige Kleckse sind Rot. Die Ermittlerin des Buches taucht auch im Titel auf (hier besteht schnell die Gefahr, dass der Leser denkt, dass es sich um die Autorin handeln könnte). Der Rest des Titels ist wie oben schon gesagt, in Rot gehalten und hebt sich perfekt vom Hintergrund ab. Außerdem kommt der Teil des Titels auch genauso im Buch vor. Im Hintergrund sehen wir eine Eisrose (was wiederum auch zum Titel und Inhalt passt) , die an manchen Stellen Rote Flecken aufweist (womöglich Blut). Das Cover ist schlicht gehalten ist trotzdem aber sehr stimmig.

Fazit: “Das Eisrosenkind” ist ein gelungener 2. Fall für die Ermittlerin. Alle Alten wie auch neuen Leser werden mit diesem Buch einige schöne Stunden verbringen. Gerade die Tatsache, dass der Autor nicht im Stil vieler Krimis schreibt, sondern etwas Neues versucht, ist den Kauf wert. Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternen.

sehr gutsehr gutsehr gutsehr gutsehr gutsehr gut | 20.05.2016 10:13 | Mone P. http://rezensionenmitherz.blogspot.de/

Ein achtjähriges Mädchen wird vermisst. Sie verschwand mitten am Tag aus einem Kinderhort. Und dann wird auch noch eine gefrorene Kinderleiche gefunden. Die Beamten gehen davon aus das es Rosalia ist.. Schließlich haben die Beamten ein Foto von dem Mädchen gesehen. Aber die Augenfarbe ist eine andere und in der Gerichtsmedizin stellt sich heraus, dass dieses Kind bereits 12 Jahre tot ist. Für die Ermittler ist klar das Rosalias Entführer auch der Mörder dieses Mädchens sein muss.

Als erstes kam mir eine wichtige Frage in den Sinn: Wie kann es passieren das ein Kind unbemerkt aus einem Kinderhort verschwindet. Ich war geschockt. Ich weiß oft sind Aufsichtspersonen unterbesetzt und überfordert. Aber wenn ein Kind nicht erscheint, dann fragt man, wo das Kind bleibt. Hat es länger Schule, ist es doch nach Hause gelaufen. Wenn es im Hort angekommen ist, dann sollte man Listen führen. Ist ein Kind da oder nicht, abhaken oder streichen. Wurde ein Kind abgeholt oder ist es alleine gegangen, abhaken. Spätestens, wenn die Kinder sich fertig machen müssen, merkt man doch, ob ein Kind fehlt oder nicht. Natürlich kann alles passieren, auch eine Entführung, aber ich war trotzdem geschockt.

Dieses Buch schreibt aus verschiedenen Perspektiven. Dagegen habe ich nichts. Doch ein kleiner Absatz, damit man weiß : Aha die Ansicht wechselt, wäre schon toll gewesen. Man merkt zwar schnell, zu wem welcher Gedanke passt, doch am Anfang war ich doch zwei bis drei Seiten verwirrt, oder musste zwischendurch nochmal schauen, wer denn nun eigentlich seinen Gedanken freien lauf lässt.

Ich bin froh das auch in diesem Fall von Christine Bernard wieder alle dabei sind, die ich persönlich sonst vermisst hätte. Thorsten Kluge, der besonnene ruhige Typ, der alle wieder zurück auf den Teppich bringt ist da mal wieder das genaue Gegenteil von Jörg Rottmann, der am liebsten für das Kaffee holen schon seine Sirene anstellen würde und von Christine Bernard, die ein gutes Händchen dafür hat, sich immer in Gefahr zu bringen. Ohne Throsten Kluge wären die beiden wohl aufgeschmissen. Doch man merkt, dass sie alle ein Team sind. Jeder hält zu jedem und sie beschützen sich gegenseitig. Es war einfach toll, hier allen wieder zu begegnen. Ich habe innerlich richtig Mit-ermittelt und ich muss sagen, ich werde immer besser. Diesmal hatte ich einen super Gedanken, bevor Christine Bernard ihn überhaupt hatte. Ich bin froh das ich diesmal mit meinem Gefühl richtig lag. Nur heißt ein Ermittlungsansatz ja noch nicht, dass man auch den Täter fasst. Trotzdem war dies ein richtiges Erfolgserlebnis für mich. Ich hoffe auf viele weitere Fälle von Christine Bernard und ihrem Team.

sehr gutsehr gutsehr gutsehr gutsehr gutsehr gut | 12.10.2016 08:30 | Lisa Liest http://www.die-fantastische-buecherwelt.de/

Für mich war es das erste Buch von Michael Vieten, aber definitiv nicht das letzte, denn er hat mich vollkommen mit seiner Geschichte überzeugt. Ich hatte nicht das Gefühl, einfach nur einer schnöden Ermittlungsarbeit zu folgen, sondern war in einer rasanten Geschichte gefangen, die mit vielen Überraschungen und einer gehörigen Portion Gänsehaut überzeugt hat.
Ein großes Lob an den Autor und definitiv eine Leseempfehlung für die düsteren Herbsttage!

Wer eine ausführliche Rezension von mir lesen mag, kann dies gerne auf unserem Blog tun.

 
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