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Der Letzte beißt die Hunde
Eine schwarze Krimi-Komödie

Der Letzte beißt die Hunde

Autor: Walther, Markus


lieferbar


Produktart: Buch

Seiten: 228

Sprache: deutsch

Auflage: 1 Originalausgabe

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 9783862822584

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 12,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
Krimis sind ihre Leidenschaft: Mimi, die scharfsinnige, ältere Dame, lebt in ihrer Villa am Rande der Stadt. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass ihr jemand mit einem herabfallenden Flügel den Garaus machen will. Daher stellt sie gemeinsam mit ihrer Enkeltochter Helen eigene Ermittlungen an – ganz wie ihre Vorbilder in den Büchern.

Mimi lädt fünf „Verdächtige“ in ihre Villa ein, darunter den Bürgermeister, denn dieser hat ein Motiv: Er will Mimis Grundstück aufkaufen, um darauf ein Einkaufszentrum zu errichten. Doch ist er nicht der einzige, der der alten Dame an den Kragen will. Zusammen mit ihrer Enkelin, ihrem Butler und einem Bügeleisen weiß Mimi sich aber durchaus zur Wehr zu setzen.

Ein mörderisches Vergnügen nimmt seinen Lauf.

Markus Walther legt in seiner Krimi-Komödie die gängigen Klischees des Genres gekonnt über Kimme und Korn.

Ein Flügel allein kann nicht fliegen


Eigentlich war ja nichts Besonderes passiert. Es hatte keine Verletzten gegeben, auch keine Toten. Allerdings lagen dort auf dem Bürgersteig die Überreste eines Flügels. Weder Steinway noch Schimmel konnten fliegen. Und da es offensichtlich ist, dass Musikinstrumente nicht von alleine vom Himmel fallen (oder vom Flaschenzug des Möbelspediteurs), lag der Verdacht in der Luft, dass da jemand entweder ziemlich großen Mist gebaut hatte oder dass dieser Jemand der guten, alten Mimi ans Leder wollte.

Als ich den Ort des Geschehens erreichte, hatte sich eine kleine Menschentraube um Mimi gebildet. Sie selbst saß auf der Bank einer Bushaltestelle und fächelte sich geduldig und damenhaft mit einem Briefkuvert etwas kühlere Luft zu, während ein Polizist, die Mitarbeiter der Spedition und ein paar Passanten sich abwechselnd um ihr Wohlbefinden zu kümmern versuchten. Erfrischungstücher, ein Glas Wasser und (was vermutlich wichtiger war) ein kleines Cognacfläschchen standen bereit. Die Geschäftsleute der Straße kannten Mimi und wussten, was sie nach so einem Schrecken brauchte. Im Zentrum der Aufmerksamkeit fühlte sie sich sichtlich wohl.
„Eigentlich ist ja nichts Besonderes passiert“, sagte sie beschwichtigend. Ich gab ihr in Gedanken recht. „Es hat keine Verletzten gegeben und auch keine Toten. Das Klavier ist gut drei Meter hinter mir runtergekommen.“
Mein Blick wanderte die Fassade hoch. Aus einem Fenster im dritten Stock hingen die Überreste einer Hebevorrichtung. Darunter baumelten einige Stahlseile. „Es ist mir unbegreiflich, wie das passieren konnte“, keuchte der Spediteur. „Der Flügel war doppelt und dreifach gesichert. Da muss sich jemand dran vergriffen haben.“ Der Mann rang mit den Händen und leckte sich nervös immer wieder über die Lippen.
„Meinen Sie?“, fragte der Polizist. Er schien dieser Aussage nur wenig Glauben zu schenken. „Das werden die Leute Ihrer Versicherung bestimmt genauer unter die Lupe nehmen.“
„Meiner Versicherung?“
„Ja. Und die Leute der Gewerbeaufsicht“, fügte der Beamte vorwurfsvoll hinzu.
„Ach, Inspector“, sagte Mimi beschwichtigend. Sie legte dabei ihre Hand auf seinen Arm und bedeutete ihm mit einem Kopfnicken, dass sie aufstehen wolle. Geistesgegenwärtig stützte er sie. „Ich glaube nicht, dass mich dieser freundliche Herr umbringen wollte.“
„Das glaube ich allerdings auch nicht“, erwiderte der Polizist. „Ich bin im Übrigen Polizei-Obermeister … und kein Inspector.“
„Natürlich“, flötete Mimi vergnügt, „wie Sie möchten.“ Sie legte dabei ein Lächeln auf, das sie für Leute reserviert hielt, die ihrer Meinung nach nicht ganz richtig im Kopf waren. „Trotzdem sollten Sie auch Ihre weiteren Kollegen von der Kripo verständigen, Inspector.“
„Die Kripo?“ Der Polizist wirkte erstaunt. „Ich glaube nicht, dass das nötig ist.“
„Wir werden sehen, Inspector“, sagte Mimi und hakte sich bei mir unter. „Wir werden sehen.“

„Warum wolltest du denn die Kripo dabeihaben?“ Der ereignisreiche Vormittag war vorbei. Mimi und ich saßen im Esszimmer ihrer Vorstadtvilla und aßen Kirschkuchen.
Der gedeckte Tisch präsentierte sich als Stillleben mit Spitzendeckchen und Biedermeierstrauß. Wie jeden Donnerstag.
Sie und ich, die ältere Dame und ihre unscheinbare Enkeltochter, trafen uns einmal die Woche. Dann erledigte ich mit ihr einige Einkäufe und schaute im Haus nach dem Rechten. Nicht dass es nötig gewesen wäre: Die 87-Jährige war in allem erstaunlich fit und bewältigte ihren Alltag im Großen und Ganzen allein. Für alles, was sie nicht mehr konnte, hatte sie Personal. Da waren Hans, der Gärtner, Lena, die Raumpflegerin und eine Heerschar von namen- und gesichtslosen Helferlein, die ich nie oder nur selten zu sehen bekam. Über allem wachte Norbert, der Butler, ein älterer Herr, der seine Dienerschaft mit Würde und Stolz in ganz klassischem Sinne erledigte.
Mimi konnte es sich leisten, war sie doch viermal glücklich verwitwet, wie sie es nannte. Als Tochter eines mittellosen Beamten hatte sie es in finanzieller Hinsicht weit gebracht.
„Ach Helen!“ Mimi kicherte. Irgendwo in ihrer Brust rasselte es dabei leise. „Ich vermute, dass es offensichtlich ist, dass dies kein Unfall war.“
Ich zog die Augenbrauen hoch. „Wie kommst du darauf?“
Sie schenkte mir ein wissendes Lächeln, antwortete aber nicht. Stattdessen erhob sie sich mühsam, griff nach ihrem Stock und schickte sich an, das Zimmer zu verlassen. Mit der freien Hand bedeutete sie mir, dass ich ihr folgen sollte.
Wir gingen durch das große Eingangsfoyer, vorbei an der weitläufigen Treppe, die zum ersten Stock führte. Gegenüber lag die Bibliothek. Mit dem Stock drückte sie die Klinke runter und stieß die Tür auf.
Als sie die Mitte des Raumes erreicht hatte, hob sie die Arme wie ein Zirkusdirektor, der seine Artisten ansagte: „Agatha Christie. Sir Arthur Conan Doyle. Edgar Allan Poe. Dorothy Sayers. Dashiell Hammett. Roald Dahl. Alle Ausgaben. Sie stehen hier nicht zur Deko herum. Wenn es um Mord geht, weiß ich Bescheid!“
Sie hätte ihre Auflistung ohne weiteres Federlesen fortführen können. Mir war ihre Obsession mit den Krimis bekannt. Sie war eine Koryphäe im Bereich der Mord- und Totschlagliteratur. Die eindrucksvolle Bibliothek in ihrem Hause bezeugte dies.
„Es ist niemals die Frage, ob es ein Mordanschlag ist.“ Sie nahm in ihrer Argumentation Fahrt auf, ließ sich von dieser eigentümlichen Motivation treiben. „Viel wichtiger ist die Frage nach dem Warum. Und natürlich die Frage: Wer?“
„Wer?“
„Ja, wer will mich umbringen?“
„Warum?“
„Ja, mein Kind. Diese Frage stellte ich bereits.“
Sie senkte die Arme wieder und ihr Stock berührte mit einem dumpfen „Plock“ den Boden. Mit kleinen, fast trippelnden Schritten eilte sie auf ein kleines Schränkchen zu. Mit wenig Geschick, aber viel Elan, zerrte sie eine widerwillige Schublade auf. Darin lag ein Stapel Briefe, fertig adressiert und frankiert. „Da“, sagte sie knapp, „bring die bitte zur Post.“
Erstaunt über den scheinbaren Themenwechsel griff ich nach den Umschlägen. Es waren fünf an der Zahl und als ich die Adressaten las, musste ich kurz nach Luft schnappen.
Mimi beugte sich vor. Ihre Haltung hatte etwas Listiges, Lauerndes an sich. „Ist was, Schätzchen?“
Ich beschloss, mir nichts anmerken zu lassen und wählte mir den unverfänglichsten der Adressaten aus. „Du schreibst Herrn Jensen?“
„Warum nicht?“ Mimi legte den Kopf schief. „Ich darf doch unseren Bürgermeister auf einen Tee einladen.“
„Das sind Einladungen?“, fragte ich. Ich schaffte es nicht, ein Zittern in meiner Stimme zu vermeiden.
„Ja, natürlich.“
„Du willst den Bürgermeister einladen?“
„Es ist doch nichts dabei.“ Mimi wandte sich von mir ab und humpelte im Gleichtakt des Stocks zu ihrem Lesesessel im Zentrum des Raumes. Auf dem kleinen Beistelltischchen war mittig ein Glöckchen platziert. Sie griff danach und läutete. „Der Bürgermeister wird bestimmt kommen. Schließlich will er was von mir. Er wird geradezu begeistert sein, wenn er Post von mir erhält.“
Norbert betrat den Raum. Schwarzer, schlichter Anzug, fahles, schmales Gesicht: Er schien einem alten Schwarz-Weiß-Film entsprungen zu sein. Beinahe erwartete ich, dass er fragen würde: „Same procedure as every year?“ Stattdessen kündigte er sein Erscheinen mit einem dezenten Räuspern an. Stocksteif wartete er nun im Türrahmen, aufrecht und gerade wie ein mit dem Lineal gezogener Bleistiftstrich.
Mimi ignorierte ihren Diener und sprach weiterhin mit mir. „Hast du ein Problem mit den geladenen Gästen?“
„Nein, selbstverständlich nicht“, log ich. Mit dem Bürgermeister hatte ich tatsächlich kein Problem. Was aber nicht für die anderen Namen auf der Gästeliste galt. „Ich möchte nur gerne wissen, warum du diese Leute zu dir einladen willst.“
Mimi lächelte. „Jeder ist aus einem anderen Grund eingeladen. Zumindest offiziell. Aber eigentlich möchte ich diesen Herren ein wenig auf den Zahn fühlen.“
„Auf den Zahn fühlen?“
„Ich könnte mir vorstellen, dass sie allesamt ein Motiv haben, mir einen Flügel auf den Kopf fallen lassen zu wollen. Einer von ihnen könnte mein verhinderter Mörder sein.“
Mein Mund klappte auf. Ich schloss ihn wieder. Wieder klappte er auf. Wieder schloss ich ihn.
„Du benimmst dich wie ein Goldfisch“, tadelte Mimi. „Ich verstehe nicht, warum du so überrascht bist. Du hast doch selbst gehört, dass die Kripo noch kein Interesse an dem Fall hat. Und bis die Versicherung zu einem Ergebnis kommt, möchte ich nun wirklich nicht warten. Statt Indizien brauchen wir Beweise!“
Norbert räusperte sich ein zweites Mal und rückte somit in Mimis Aufmerksamkeit. „Für mich einen Cherry. Für Sie bitte ein Halsbonbon, Norbert. Und im Anschluss wäre es nett, wenn Sie meine Enkeltochter zur Tür geleiten.“
Schon entschwand Norbert geräuschlos dem Ort des Geschehens. Irgendwo im Haus klackerte kurz darauf ein gläserner Verschluss auf einer Kristallkaraffe.
„Das wird ein Heidenspaß“, sagte Mimi. „Du und ich ermitteln zusammen, wer mein Mörder ist. Was hältst du davon?“
„Gar nichts“, wollte ich im Hinblick auf die Gästeliste sagen. Doch meine Lippen und meine Zunge hatten andere Pläne mit mir. Sie verselbständigten sich und ich hörte mich sagen: „Brauche ich einen karierten Anzug, eine Lupe und eine Pfeife?“
„Nein, Watson“, Mimi ging prompt auf meinen Scherz ein. „Dieses Outfit ist für mich reserviert.“
Norbert kam zurück. Auf der rechten Hand balancierte er ein Tablett mit einem kleinen Glas. Über dem linken Arm hing meine Jacke. Er servierte fix den Cherry auf dem Beistelltischchen und half mir danach in die Jacke. Mir blieb gerade noch die Zeit, Mimi einen Kuss auf die Wange zu drücken und ein „Auf Wiedersehen“ zu flüstern und schon hatte mich Norbert höflichst nach draußen geschoben. Als sich die Tür hinter mir schloss, lag ein Hauch von Eukalyptus in der Luft.

Auf http://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2014/05/rezension-der-letzte-beit-die-hunde.html von Heike Denk (08.06.2014)


Meinung
Und wieder hat Herr Walther in Meisterstück geschaffen. Diesmal einen Krimi. Aber nicht auf die herkömmliche Art und Weise, nein, es ist ein Krimi-Komödie mit viel Ironie, wobei das Genre selbst gekonnt über Kimme und Korn gelegt wurde. Einfach fantastisch und zum Lachen.
Es beginnt schon ganz witzig, als Mimi vor der Tür ihrer Wohnung steht und beinahe von einem Flügel erschlagen wird. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und nach und nach bekam ich als Leserin immer mehr Happen zugespielt. Nur kleine, aber ausreichend genug, um an diesem Buch meine wahre Freude zu haben. Überaus witzig, aber auch die typischen Krimiklischees wurden in diesem Werk verwendet. Also auf der einen Seite spannend und interessant und auf der anderen Seite lustig und voller Ironie. Eine gekonnte Mischung.
Die Charakteren wurden wie auch schon in „Buchland“ wunderbar ausgearbeitet und teils verschroben dargestellt. Jeder birgt seine Geheimnisse, in welche man dann aber doch nach und nach eingeweiht wird. Natürlich gibt es gute und böse Personen. Aber jeder Charaktere hat etwas an sich, das einem nur gefallen kann. Einfach gut gelungen.
Der Plot selbst ist gut ausgearbeitet und durchdacht. Von der ersten Seite an rätselte und fieberte ich mit, wer woll meinen Lieblingscharakter Mimi umbringen wollte. Es entwickelt sich eine Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen und ich wäre im Leben nicht auf das Ende der Geschichte gekommen. Klar, wird das Genre Krimi etwas auf die Schippe genommen, aber der Autor hat es so gut rübergebracht, das ich mich als eingefleischte Krimi-Leserin nicht darüber ärgern konnte.
Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen. Das Buch mit den leider nur 228 Seiten hatte ich schnell durch. Die Kapitel wurden kurz gehalten und am Ende der Lektüre at der Autor auch noch kriminalistische Randbemerkungen abdrucken lassen. Kleine Infos so nebenbei.
Cover
Das Cover ist von der Gestaltung her genauso wie „Buchland“. Ein Erkennungsmerkmal des Autors. Nur der mittige Aufdruck ist passend zur Geschichte. Der Titel wurde in rot gehalten und passt perfekt zum Buch.
Fazit
„Der Letzte beißt die Hunde“ konnte mich genauso überzeugen wie „Buchland“. Es ist wundervoll geschrieben, mit viel Spannung und Witz, ein wahres Lesevergnügen. Kleine und große Schmunzlerer blieben also nicht aus. Für diese schwarze Komödie vergebe ich 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

Online: http://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2014/05/rezension-der-letzte-beit-die-hunde.html


Auf http://nothingbutn9erz.blogspot.de/2014/07/der-letzte-beisst-die-hunde-markus-walther.html von Nina Zeleny


Cluedo zum Lesen - Der Letzte beißt die Hunde

"Buchland" hat mich wirklich überzeugt - ein Anwärter auf mein persönliches Buch des Jahres. Als ich dann das Angebot bekommen habe, das neue Werkt von Markus Walther auch zu lesen war ich natürlich mit Feuer und Flamme dabei. "Der Letzte beißt die Hunde" habe ich gerade zu verschlungen und in einem Tag durchgelesen. Was ich davon gehalten habe könnt ihr auch gleich weiterlesen.
Ein Flügel stürzt aus der Verankerung und hätte die ältere Krimiliebhabering Mimi beinahe getroffen. Die Polizei sieht keinen Grund zur Ermittlung doch Mimi ist sich sicher: der Flügel hätte sie treffen sollen und es handelt sich hier um einen Mordversuch.

Doch da der nette Inspector sich kaum mit dem Fall beschäftigen möchte, nimmt die belesene Dame die Sache selbst in die Hand. Gemeinsam mit ihrer Enkelin Helen ermittelt sie auf eigene Faust und findet schnell fünft Verdächtige denen es ein Ableben von ihr gelegen kommen würde. Mimi lädt all ihre möglichen Täter in ihre Villa ein zu befragungen und schon bald geht es nicht mehr nur um Beinahe-Mord...
Man beginnt zu Lesen und hat sofort das Gefühl sich mitten in einer wirklich guten Partie Cluedo zu befinden. Ein Beinahe-Mord, einige Verdächtige, die Mordwaffe steht schon fest und der Ort ist auch bekannt - doch vom Täter fehlt noch die richtige Spur. Genau so liest sich das Buch. Man tastet sich von Raum zu Raum nach vorne und sammelt neue Indizien, verhört die Angeklagten und hofft auf den einen Tipp, der den Stein zur Lösung ins Rollen bringt.

Die gute ältere Dame Mimi ist eine perfekte Mischung aus den Ermittlern der beliebten Kriminalgeschichten - ein bisschen Miss Marple, ein bisschen Sherlock Holmes gemischt mit Watson und eine Prise Hercule Poirot. Die neue super Krimi Ermittlerin steckt ihr definitiv in den Knochen. Die Dame muss ja auch wissen worum es geht, immerhin hat sie eine Bibliothek voller Kriminalgeschichten in ihrer Villa.
Gemeinsam mit ihrer etwas zurückhaltenden Enkelin, einem mysteriösen Butler und dem loyalsten Hausmädchen macht sie sich an die Lösung ihrer eigenen potentiellen Ermordung.
Markus Walther schafft hier wirkliche eine liebevolle Anspielung an alle Klischees aus der Kriminalliteratur. Von "der Gärtner wars" (oder war es doch der Butler?) über alle Arten von Erbschleichern bis hin zu den unkooperativen Polizisten, denen man den Fall scheinbar schon gelöst vor die Nase legen muss, spielt sich hier die gesamte Palette der Krimiliteratur ab. Wunderschön geschmückt und liebevoll verpackt in einer mysteriösen Geschichte rund um die Villa, ihre Besitzerin und die Erben.
Wer Krimis mag und gerne auch mal über diese Welt schmunzeln möchte - der muss "Der Letzte beißt die Hunde" einfach lesen. Man findet alles was das Krimi-Herz zum höher schlagen bringt - wenn "Buchland" eine Liebeserklärung an alle Bücher war, dann ist "Der Letzte beißt die Hunde" eine Liebeserklärung an Krimis!


Über den Autor

Walther, Markus

Walther, Markus

Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Der Schwerpunkt seiner... mehr über den Autor

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