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EspressoProsa. Klein. Stark. (Manchmal) schwarz.

EspressoProsa. Klein. Stark. (Manchmal) schwarz.

Autor: Walther, Markus


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Produktart: Buch

Seiten: 128

Größe: 20x14

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 9783862821266

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 10,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
53 Kurzgeschichten to go Was haben Espresso und Kurzgeschichten gemeinsam? Beide werden ihrer Größe wegen – oder sollte man vielleicht eher sagen wegen ihrer geringen Menge – oft unterschätzt. Doch so wie in dem kleinen Tässchen eine geballte Ladung Koffein steckt, können sich selbst in der kürzesten Geschichte Universen auftun und sogar ganze Leben entfalten – manchmal braucht es nur eine Seite. In einer hohen Konzentration können sich hier Sinn und Unsinn frei entfalten und den Geist erhellen oder manchmal einfach nur belustigen. EspressoProsa ist die Fortsetzung von Kleine Scheißhausgeschichten und entfaltet ebenso wie sein Vorgänger Humor und Geistreiches über die Wunderlichkeiten des Alltags und der Welt. Kurzweilig, aber dennoch pointiert versüßen sie die eine oder andere Tasse Kaffee. Und auch wer Kaffee und Humor lieber schwarz genießt, wird auf seine Kosten kommen.
Sternschnuppen Es war eine jener milden Mainächte, in denen man sich in eine Decke gehüllt, gemütlich in einen Liegestuhl auf die Terrasse setzen konnte, um die Sterne zu betrachten. Janina rührte mit einem Strohhalm ihren Wodka-Lemon und lauschte dem Klingen der Eiswürfel. Ach Schatz! Was für ein prächtiges Szenario , schwärmte Lukas, der im Stuhl neben ihr saß. Heute kann man jeden kleinsten Klecks am Himmel erkennen. Janina zog die Stirn kraus. Was meinst du denn mit Klecksen? Na, da oben. Mit einer weit ausschweifenden Handbewegung deu-tete er ins Irgendwo über sich. Du meinst die Sterne? Lukas antwortete nicht sofort. Auch er gönnte sich einen Schluck aus seinem Glas. Allerdings nicht so zaghaft. Sieht doch aus wie hingesprattelt. Hingesprattelt? Na, du hast ja merkwürdige Assoziationen , sagte Janina. Und du hast keine Fantasie , erwiderte Lukas. Er nahm noch einen Schluck. Weiße Farbkleckse auf der schwarzen Leinwand des Weltalls. Gesprattelte Kleckse auf schwarzer Leinwand , äffte Janina ihn nach. Du hast in letzter Zeit die falschen Bücher gelesen. Du solltest wirklich … Da! unterbrach sie Lukas. Sternschnupfen! Kleine, leuchtende Striche huschten über das Firmament. Gerade so lange, dass das Auge sie wahrnehmen konnte. Janina ignorierte das seltene Naturschauspiel. Sternschnupfen? Hast du wirklich gerade Sternschnupfen gesagt? Ja , antwortete Lukas abwesend. Seine Sinne waren auf den Himmel gerichtet. Das heißt Sternschnuppen , ereiferte sich Janina. Meteore, die in der Atmosphäre verglühen. Ist mir schnuppe. Das war weniger poetisch als seine vorangegangenen Äußerungen, aber ehrlich. Das Leuchten der Meteoriten entsteht weniger durch das Verglühen seiner Teilchen. Janina nahm auf der Bahn der Besserwisserei langsam Fahrt auf. Sein Desinteresse konnte sie nicht stoppen. Sie ziehen eine Plasmaspur hinter sich her, die mit der Atmosphäre reagiert. Sie betrachtete ihr Glas. Dann seins. Sternschnupfen! Ihr Mann hatte einfach nur zu viel getrunken. Er vertrug halt nichts. Dennoch konnte sie sich ein Nachkarten nicht verkneifen. Was soll das auch mit Schnupfen zu tun haben? Sekret ist wohl keines in der Luft. Lukas schloss die Augen. Ob er sich was wünschte? Natürlich, mein Schatz. Sternschnupfen gibt es nicht. An einem anderen Ort. Petrus zückte ein großes, rotgeblümtes Taschentuch und reichte es seinem Herrn. Gesundheit. Fußnote: Das Wort Sternschnuppe leitet sich tatsächlich vom niederdeutschen Schnuppen = Schnupfen ab. In der volkstümlichen Vorstellung niesten die Sterne.

Auf Querblatt.com, von Thomas Lawall (Oktober 2012)


... und das ist mit diesem Büchlein nicht anders, um einmal nahtlos an meine Rezension des kongenialen Vorgängers "Kleine Scheißhausgeschichten" anzuknüpfen. Die Konsequenzen, die sich nach einer Bettlektüre in Sachen Nacht"ruhe" ergeben können, kann ich inzwischen mehrfach bestätigen. Mitunter träumt man noch absonderlichere Geschichten (und ein ums andere Mal frage ich mich, wann ich die endlich aufschreibe).

Doch man sollte das Schreiben denjenigen überlassen, die es wirklich können. Und genau das hat Markus Walther mit "EspressoProsa - Klein. Stark. (Manchmal) schwarz." wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Gleichwohl bedeutet dies nicht, dass alle Storys (bei mir) gleichermaßen zünden. Mitunter lungern hier und da einige Zeilen herum, die ihre Wirkung nicht so richtig entfalten können. In "Der Wächter" zum Beispiel. Na ja, Friedwart der Nachtwächter hat Angst um seinen Sohn. OK, und weiter? Die "Symbolik" der nächsten Geschichte entzieht sich ebenfalls meinem Verständnis. Ähnliche Rätsel gibt mir die "Chaostheorie" auf ...

Macht aber rein gar nichts, denn schließlich kann nicht ein Highlight dem anderen folgen, zumal es in diesem Buch wahrlich genug davon gibt!

Da wäre in "Spiegelzauber" ein Vampir mit einem ganz speziellen Problem, der Gnom Thrion, der in "Die Umschulung" mit einer unorthodoxen ebensolchen dem grauen Alltag entfliehen möchte oder "Der Forscher" Charly, der in 150 Meter hoch aufgetürmten Schneemassen eine nicht gerade alltägliche Entdeckung macht.

Wir erfahren auch, wie einen ein gravierender Lesefehler zu einem Helden machen kann, nachzulesen in "Milch". Dass kein Kompliment, nicht einmal die allseits bekannte Abfrage des Ehemannes bei der Kleideranprobe, eine Frau mehr überzeugen kann, als ein Rock, der plötzlich zwei Nummern zu groß ist, beweist "Frauenlogik".

Manchmal wird es auch rabenschwarz, wie es der Buchtitel drohend vorwegnimmt. Den entsprechenden Humor vorausgesetzt, kommt man beispielsweise in "Asche zu Asche" oder "Auf der Türschwelle" - zwei meiner Lieblingsgeschichten - voll auf seine Kosten! Was für herrlich abgründige Pointen! In der "Vorhölle" gibt sich gar der Chef persönlich die Ehre und stellt ein paar Dinge klar. Und "Neulich, am Styx" ist auch nicht mehr alles, wie es einmal war ...

Spektakulär unspektakulär - je nach Sichtweise der Dinge - geht es wieder in den ganz kurzen Geschichten zu. Dazu gehört eindeutig ein gewisses "Training", eine fein beobachtete Zeit(abschnitts)studie oder "Zacharias im Waschsalon", welcher alten Zeiten nachtrauert. Hach war das schön, als es für gewisse Arbeiten noch Personal gab ...     

Die richtig genialen Geschichten fehlen ebenfalls nicht. "Endspiel" ist so eine. Udo trifft Vorbereitungen für das anstehende Länderspiel. Die Chips und das Bier stehen bereit, die Bude ist geschmückt, der Mehrkanalkopfhörer eingestöpselt, und schon kann es losgehen ...! Einfach nur grandios ist "Der Sinn des Lebens". Wer möchte diesen nicht ergründen? Prima, wenn Gelegenheit besteht, den Allmächtigen einmal persönlich in dieser Angelegenheit zu befragen. Er hat gerade etwas Zeit und beißt mit Genuss in einen Apfel ...

Also, wenn einem so viel Gutes wird beschert, dann ist das auf jeden Fall wieder den neuen Markus Walther wert. Diese Vielfalt ist unglaublich und der Reichtum an Ideen ungebrochen. Der Autor liefert einmal mehr ein Kaleidoskop an Geschichten ab, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Dabei bedient er sich sämtlicher vorhandener Klischees zwischen Himmel und Hölle, Mann und Frau, Sinn und Unsinn, Glückseligkeit und blankem Entsetzen, und dem ganzen Sammelsurium an Alltagskatastrophen sowie den kleinen Dingen und Episoden, die das Leben lebenswert machen.

Zwischen den Zeilen erfahren wir auch sehr viel über den Autor selbst. Zweifellos ist er (wie ich) kein Fan von Techno und anderen musikalischen Irrwegen, outet sich mit einem einzigen Adjektiv als Fan der Zurück in die Zukunft-Reihe (bin auch einer), deutet an, wer zu Hause das Sagen hat (ich ebenfalls nicht), und beweist mit seinem aberwitzigen Humor, dass man gefälligst trotzdem lacht!

Wie auch immer, ich mag diese originellen Geschichtensammlungen, die sich irgendwie immer in Nachttischnähe schummeln. Vorwitzige Bücher eben, die keine Ruhe geben, bis sie (immer wieder) gelesen werden. Hier findet man etwas, dort findet man etwas und anderswo hat man etwas übersehen - und genau dies lässt sich dieses Buch gar nicht gefallen!

In diesem Fall bleibt nur ein Ausweg: Rasch einen Espresso brühen und schleunigst zurückblättern!

Online: http://home.arcor.de/tomary/Literatur/Espresso_Prosa/espresso_prosa.html

Auf lovelybooks.de, von dark_angel (23.05.2012)


Nach "Kleine Scheißhausgeschichten" legt Markus Walther nun sein zweites Werk in der Gattung der Microfiction (dt. Kürzestgeschichten) vor. Diesmal geht es um den manchmal etwas unterschätzten Espresso. Er mag in einer kleinen Tasse herkommen, doch steckt oft eine geballte Ladung Koffein drin. Ebenso verhält es sich mit den Kurzgeschichten des Autors, die trotz ihrer Kürze sehr zu unterhalten wissen. Wie durch den Titel nicht anders zu erwarten ist, wird dem Leser der Genuss der Geschichten bei einem Schluck Kaffee geraten.

Wer also nicht viel Zeit zum Lesen oder keine Lust auf ein dickes Buch hat, ist mit "EspressoProsa" bestens bedient. Von der Länge her variieren die Geschichten zwischen einer halben Seite bis maximal drei Seiten. Darin enthalten sind Geschichten mit (schwarzem) Humor, satirischer Untermalung, zum Schmunzeln oder Gruseln sowie Wunderlichkeiten des Alltags. Genauso vielfältig wie der Kaffeegeschmack des Einzelnen ist, so ist in "EspressoProsa" für jeden Geschmack etwas dabei.

4 von 5 Sternen.

Online: http://www.lovelybooks.de/mitglied/dark_angel/rezensionen/?page=1

Über den Autor

Walther, Markus

Walther, Markus

Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Der Schwerpunkt seiner... mehr über den Autor

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