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Der Berg der Kelten. Die Herrscher des Glaubergs
Teil 1

Der Berg der Kelten. Die Herrscher des Glaubergs

Autor: Rauner, Astrid


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Produktart: Buch

Seiten: 236

Größe: 20,5x14,5

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 9783862821396

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 13,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
Wir schreiben das Jahr 400 v. Chr. In der hessischen Wetterau wird der keltische Stamm der Eberleute von dem Fürsten Dhalaitus angeführt. Vom Glauberg aus muss sich Dhalaitus der Bedrohung durch den Stamm der Hirschleute aus dem Süden stellen, die sein fruchtbares Land für sich gewinnen wollen. Als die Nichte des Fürsten jedoch von ihren eigenen Vertrauten entführt und an den Feind verkauft wird, bringt der Krieger Hahles den Fürsten auf die Spuren eines Verrats, der selbst vor verbündeten Stämmen nicht Halt zu machen scheint. Doch welches Geheimnis hütet der entführte Schamane, dem Hahles zu Hilfe kommen will, den aber niemand vermisst? Noch ahnt keiner von ihnen, dass ein alter Feind zurück zum Glauberg drängt und alte Geheimnisse ans Tageslicht kehrt, die einige wenige auf immer zu vergessen wünschen. Der Glauberg ist binnen den vergangenen Jahren dank eines Grabfundes zweier keltischer Würdenträger (ein sogenannter Fürst , wahrscheinlich also ein gleichzeitig weltlich und geistiger Anführer, und ein hohes Mitglied aus dem sogenannten keltischen Kriegeradel ) und einer lebensgroßen Sandsteinstatue (die vermutlich besagten Keltenfürsten darstellt) bekannt geworden. Vor diesem Hintergrund entwickelte die Autorin die Geschichte von Der Berg der Kelten . In ihrem Roman erzählt Astrid Rauner die Geschehen zu Lebzeiten des Keltenfürsten frei nach, so dass beim Leser der Eindruck entsteht, keinen typischen historischen Roman, sondern vielmehr eine alte, mit historischen Fakten angereicherte Legende vor sich zu haben, die versucht, Denken und Leben der damaligen Menschen nachzuvollziehen – durchaus auch bezüglich des Verständnisses von heiklen Themen wie Menschenopfern.
Prolog Der Bote jagte durch den Eingang der Fürstenhalle. Die seit Jahren erhaltenen Rituale der Begrüßung, die von jedem Neuankömmling erwartet wurden, streiften nur kurz seinen Geist, bevor er die Tür krachend in den Rahmen fallen ließ und in die Räumlichkeiten stürmte. Wer die Stille wahrnahm, musste sich fragen, ob es in diesem Haus überhaupt noch Leben gab. Dabei sollte doch längst der Rat zusammengerufen sein! Die langgezogene Halle, in deren offenem Dachgebälk der Wind sein Lied sang, war das vielleicht imposanteste Bauwerk ihrer kleinen Siedlung – und eines der wenigen, das schon fertiggestellt worden war. Das mit Wällen umfriedete Areal hoch oben auf dem Hang eines steilen Hügels glich mehr denn je einer Baustelle, obgleich vor dem Winter wenigstens die Wohnbehausungen hatten fertiggestellt sein sollen. Die Geister im Wind sangen nun schon von aufziehendem Schnee, der das Hügelland viel früher ereilte als die fruchtbaren Auen am Fuße der Gebirge. Und der Bote glaubte, sie die Lieder jener Schlacht, deren Blut noch im Fell seines Pferdes klebte, mit sich tragen zu hören. Der Mann, der am Ende der Halle auf einem reich verzierten Stuhl thronte, hatte daran sichtbar keinen Anteil genommen. Sein langes Hemd aus blauer Wolle war mit kunstvoll gewebten Borten geschmückt, an welchen keine unebene Stelle Abnutzung verriet. Ein goldener Halsring schmiegte sich an sein Schlüsselbein, der selbst von Weitem im Schein der Talglichter glänzte. Den Mund schon zum Gruß geöffnet, stürzte der Bote in den Raum hinein, die Hand erhoben. Dann aber erstarrte er in der Bewegung. Vor ihm breitete sich eine leere Halle aus. Mehrere Bänke, die für einen Beraterstab aus gut und gern zwanzig erfahrenen Kriegern, Schamanen und Alten herbeigeschafft worden waren, standen nutzlos an die Wände geschoben. Eine einzige Talglampe stand neben einem Trinkgefäß auf dem mächtigen Eichenholztisch im hinteren Zentrum des Raumes. Die Sklavin, die sich dort niedergelassen hatte, diente lediglich der Bewirtung zweier Männer, von welchen einer der Fürst war. Verwundert sah der Bote sich um. Wo war der Rat? Hatte die Leibwache, die draußen am Eingang ihren Dienst verrichtete, ihn nicht soeben gewarnt, sein Fürst beriete sich mit seinen Vertrauten? Die bekannten Gesichter, die der junge Mann demnach erwartet hatte, waren nicht zu sehen. Stattdessen blickte er in die verärgerte Miene einer Person, die er anscheinend in seiner Rede unterbrochen hatte. Und die für ihn nahezu fremd war. Der Fürst selbst hatte bei der Ankunft des Boten nur verwundert den Kopf gehoben. Dem Mann, der an seiner Seite stand, schenkte er ein beruhigendes Nicken, bevor dem Boten wieder einfiel, weshalb er überhaupt hierher geritten war. Mein Fürst , begann er ohne Umschweife und machte sich nicht mehr die Mühe, über einen angemessenen Gruß nachzudenken, den er dem Fremden hätte schenken können. Dessen Kleidung ließ wenig Schluss auf seinen Stand zu. Von Gestalt war er eher klein und hager gebaut. Seine Geburt mochte zwanzig oder auch fünfundzwanzig Jahre zurückliegen. Das glatte, nahezu alterslose Gesicht erschwerte eine genaue Schätzung. Dafür löste sein Anblick in dem Boten ein merkwürdiges Gefühl aus. Er vermochte es nicht recht zu beschreiben. War es der Ausdruck, der Glanz, der über der Miene des Fremden lag, als stände er über allen Anwesenden, ja selbst über dem Fürsten, in dessen Adern göttliches Blut floss? Große Götter, dachte der Bote sich, bewirtet unser Herrscher nun schon Feen in seinen Hallen? Dieser Gedanke hatte seinen Geist halb im Scherz gekreuzt, doch kaum dass er stumm ausformuliert worden war, traf den jungen Mann ein Blick des Fremden, der ihn unweigerlich zurückweichen lassen wollte. Als hätte er direkt in seinen Kopf gesehen. Endlich aber besann der Bote sich auf das Wesentliche und versuchte, den merkwürdigen Eindruck beiseitezuschieben. Mein Fürst , setzte er aufs Neue an. Mein Fürst, Garimos hat seine Drohung wahr gemacht! Die Wolfsleute sind vor acht Tagen in einer der nördlichen Siedlungen eingefallen! Wir haben sie vorerst zurückschlagen können, aber sie haben Rache geschworen! Und wir haben außerhalb der Feste nicht genug Männer versammelt, um sie ein zweites Mal abwehren zu können! Der Fürst nickte, nahezu ungerührt, als hätte er diese Nachricht längst erwartet. Einen kurzen Blick mit dem fremden Berater tauschend, gab er zurück: Dann geschieht es ganz so wie erwartet. Gut so! Verständnislos blickte der Bote ihn an. Die Ruhe seines Herrschers hätte ihm Sicherheit spenden sollen, doch – warum genau, das wusste er selbst nicht – pflanzte sie vielmehr eine Beklommenheit in seinen Magen, die er so nicht kannte. Werdet Ihr Truppen aussenden? , hakte er nach. Mir wurde gesagt, Ihr wolltet Euch heute – das heißt, jetzt gerade – mit dem Rat darüber besprechen. Oh, das tue ich! Alle, die zur Entscheidung im Krieg vonnöten sind, befinden sich in diesem Raum. Unser Freund … , er nickte dem Mann an seiner Seite zu, ohne den Blick von dem Boten zu nehmen, … hat ausreichend Vorsorge getroffen. Wir brauchen nicht mehr zu tun, als die Krieger, nach denen er gesandt hat, auszuschicken! Aber … Der Bote verstand noch immer nicht. … Wollt Ihr denn kein Hilfegesuch zum Glauberg schicken? Wozu? Die Miene des Fürsten blieb ungerührt. Doch je länger der junge Mann hinsah, umso mehr schien es ihm, als verdüsterte sich dessen Antlitz – kaum merklich – in Gedanken an ihren mächtigen Verbündeten, der noch in jedem Krieg Hilfe gesandt hatte. Hilfe, die häufig den entscheidenden Ausschlag gegeben hatte. Der Fürst schien den Gedanken zu teilen, und sein Gesicht gefror nun gänzlich. Nur ein dünnes Lächeln untermalte seine Worte: Diesmal brauchen wir Dhalaitus’ Hilfe nicht. Unsere eigene Mannesstärke genügt vollkommen, um die Feinde abzuwehren. Also habt Ihr einen anderen Stamm um Hilfe gebeten? Warum kümmert es Euch? , zischte der Fürst plötzlich. Seid gewiss, junger Mann, dass die Götter unserem Stamm beistehen, wie sie es immer getan haben! Mit ihrer Hilfe werden wir auch diesmal den Sieg über die Wolfsleute erringen, ganz ohne einen Krieger des Glaubergs! Diesen Worten folgte eine Geste, die den Boten wortlos zum Gehen aufforderte. Dem jungen Mann lag noch eine Erwiderung auf den Lippen. Der Blick des Fürsten verriet ihm jedoch, dass er zu weit gegangen war. Der Bote wandte sich zum Gehen. Er wusste, dass ihm die Worte des Fürsten alle Sorgen hätten nehmen sollen, doch so war es nicht. Warum nur fiel es ihm so schwer, diesem Mann zu vertrauen, der sie bisher sicher durch alle Schlachten geführt hatte? Der Bote versuchte, nicht daran zu denken, als er die Tür der Halle aufstieß. Sein Fürst hatte einen Plan, das sollte ihm genügen. Er würde den Männern, die in den östlichen Siedlungen ausharrten, berichten, was er ihnen versprochen hatte. Das war seine Aufgabe, nichts anderes. Damit verließ er die Halle, hinaus in den Abend, der schon graute. Ihn begleitete der Blick des Fremden, der in seinen Rücken stach, als hätte er ihn völlig durchschaut.

Auf zauberspiegel-online.de, von Ingo Löchel (2012)


Nach ANATION – WODANS LEBENSHAUCH entführt uns die Autorin ASTRID RAUNER auch mit  DER BERG DER KELTEN – DIE HERRSCHER DES GLAUBERGS, Ihrem zweiten Roman, ein weiteres Mal sehr spannend und kenntnisreich in die ‚mysteriöse‘ Welt der Kelten, in der der Krieger Hahles zwischen die Fronten gerät, als er dunkle Machenschaften und Verrat (auch in den eigenen Reihen) aufdeckt.

Obwohl der Roman in sich abgeschlossen ist, wartet man nach Ende des Buches, schon sehr gespannt auf die Fortsetzung von DER BERG DER KELTEN – DIE HERRSCHER DES GLAUBERGS. Man kann also gespannt sein, wie die Abenteuer zur Zeit der Kelten weitergehen werden.


Online: http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/historisches-unter-der-lupe-342/20051-historisches-aus-dem-acabus-verlag




Über den Autor

Rauner, Astrid

Rauner, Astrid

Astrid Rauner wurde 1991 in der hessischen Wetterau geboren und hat in Gießen Umwelt- und Ressourcenmanagement studiert. Beruflich ist sie im Bereich Landschaftsökologie und Landschaftsplanung tätig. Ihre große Leidenschaft gilt der Vor- und Frühgeschichte Europas.... mehr über den Autor

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