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Shadowfall. Band 1: Schattenwende
Eine Vampir-Saga

Shadowfall. Band 1: Schattenwende

Autor: Seck, Katharina


Lieferbar in 48 Stunden


Produktart: Buch

Seiten: 296

Größe: 20,5x14

Sprache: Deutsch

Auflage: 1 Erstauflage

Verlag: ACABUS Verlag

ISBN: 9783941404946

Einband: Paperback

zum eBook

EUR 13,90

Artikel


  • Inhalt
  • Leseprobe
  • Rezension
'Der Grad zwischen gut und böse ist sehr schmal, Daphne. Manchmal gerätst du in den Konflikt. Und manchmal muss man selbst böse sein, um ein vielfach größeres Übel zu vernichten.' - Reagan          

Los Angeles, 2009: Unversehens stolpert Daphne mitten hinein in einen Krieg zwischen Vampiren und deren skrupellosen Jägern, den Genus Solem. Doch ist die Begegnung mit dem Vampir Reagan, dem Anführer der Shadowfall, wirklich nur Zufall? Hat sie nicht schon immer gespürt, dass sie anders ist als die Menschen in ihrer Umgebung? Hin und her gerissen zwischen ihrer Faszination für den rauen Vampirkrieger und dem Wunsch, ihre kleine Tochter zu beschützen, gerät Daphne immer tiefer in die düstere Zwischenwelt der Vampire.

Die Shadowfall, Nachfahren der vergessenen Var'ir, kämpfen seit Jahrhunderten für das Überleben ihrer Rasse  und dafür, Rache zu nehmen an den Solems. Reagan ahnt, dass die bisherigen Schlachten nur ein Vorbote des Grauens waren, dessen sich die fanatischen Menschen nun bemächtigen.
In diesen finsteren Stunden muss der verschlossene Vampir seine Schlacht aber nicht nur gegen seine Feinde schlagen, sondern auch gegen sein wachsendes Verlangen nach der stillen Daphne.
Der Var'ir wuchtete seinen ausgezerrten Körper mühsam auf die andere Seite. Obwohl das provisorisch hergerichtete Zimmer hermetisch abgeriegelt war und nicht der Hauch eines Sonnenstrahls zu ihm hervordringen konnte, spürte er den Anbruch des Tages mit jeder Faser seines uralten Körpers.
Er war der Letzte. Der letzte Überlebende.
Und er wusste, dass seine Zeit gekommen war.
Und er wusste auch, dass er seine innigste Sehnsucht, seinen tiefsten Wunsch niemals mehr würde erfüllen können – die Vertrautheit seiner Heimat noch ein einziges Mal zu Gesicht zu bekommen.
Seine Zeit würde bald gekommen sein.
Doch bevor er gehen konnte, gab es noch etwas, das er tun musste.

[…]

„Ich frage mich, warum du geweint hast.“ Alle Farbe wich aus Daphnes Gesicht und ihre Miene wurde abweisend.
„Das geht dich nichts an.“
„Das sehe ich anders.“
Der Sessel knarrte erneut, als er sich erhob. Sein Schatten fiel über die Couch und er setzte sich neben sie.
„Verschwinde“, fuhr sie ihn an und wieder ignorierte er sie.
„Sag mir, wer dir wehgetan hat und ich brech ihm das Genick.“
Daphne schluckte mit aller Gewalt den Kloß hinunter, der sich bei diesen Worten in ihrem Hals bildete, und rang nach Luft. Diese Anfälle hatte sie manchmal … Sie wusste, dass sie organisch kerngesund war, aber immer öfter überfiel sie ein Gefühl der Atemnot. Als würde die Luft, die sie einatmete, nicht zum Überleben reichen.
„Es gibt niemanden, dem man das Genick brechen muss“, presste sie hervor.
Außer vielleicht Halies Vater und ihrer rücksichtslosen Familie. Und den Politikern, die ihr jegliche finanzielle Unterstützung verweigerten. Aber das würde sie Reagan nicht auf die Nase binden. Irgendwie sah er so aus, als würde er das, was er da sagte, tatsächlich wahr machen.
Reagan zog eine Augenbraue nach oben. „Du lügst.“
„Nein“, widersprach sie leise und fröstelte. Die ganze Situation war absolut bizarr. Sie saß hier im Flur – im Morgengrauen, wo sie doch eigentlich schon längst auf der Arbeit hätte sein sollen – und heulte sich die Seele aus dem Leib wie ein kleines Kind. […] Sie fühlte sich verlassen, verstoßen und allein. Mit einer Last auf den Schultern, unter der sie zusammen zu brechen drohte. Und genau in diesem Moment stand Reagan vor ihr und vermittelte ihr eine trügerische Illusion von … Schutz. Und zur Hölle noch mal, sie wusste nicht warum. Doch er würde in einigen Stunden aufstehen und gehen und sie zurücklassen, wie alle anderen es auch getan hatten. Sie hatte kein Recht darauf, dass er blieb. Sie kannte ihn ja nicht einmal.
Der tiefe Klang seiner Stimme holte sie aus ihren Gedankengängen zurück.
„Ihr glaubt immer, nur weil ihr euch selbst etwas vorspielen könnt, könnt ihr auch anderen etwas vorspielen.“
Sie wollte widersprechen, wollte, dass er aufhörte, hinter die ersten Schichten ihrer Fassaden zu sehen, als sie eine Bewegung spürte. Ihr ganzer Körper spannte sich an, als er seine Hand ausstreckte und eine ihrer Haarsträhnen zwischen die Finger nahm. Daphne wagte einen Blick auf sein Gesicht und blinzelte. Ein Ausdruck höchster Konzentration spiegelte sich in seiner Miene wieder, als er sich vorbeugte und an ihren Haaren schnupperte.
Sie harrte regungslos aus, als er die zweite Hand dazu nahm und über ihre Wange strich. Seine Haut war brennend heiß, rau und hinterließ ein Prickeln auf ihrer Haut.
„Das darf nicht sein“, dachte Daphne benommen. „Ich lass mich nicht einfach von einem wildfremden Mann anfassen.“ […]

Als Reagan nach Hause kam, schlug ihm gespenstische Stille entgegen. Damir und Cayden saßen auf der Couch, bis an die Zähne bewaffnet und mit teilnahmslosen Mienen. Reagan knallte die Tür hinter sich zu und baute sich finster vor den beiden auf.
„Was zum Teufel ist los, dass ihr hier mit solchen Trauermienen hockt?! Habt ihr nichts zu tun, oder was?“
„Der vermisste Vampir ist wieder aufgetaucht.“
„Was? Wo?“
„Er wurde auf dem Parkplatz eines Clubs in Hollywood gefunden. Er gibt an, den gestrigen Abend und die ganze Nacht in diesem Club verbracht zu haben. Wir haben keinen Alkoholeinfluss feststellen können, also schließe ich einen Filmriss aus.“
Damir hielt einen Moment inne und schüttelte den Kopf. „Seine Familie hat mir heute Morgen noch erzählt, dass Jerome kein Partytyp ist. Es wundert mich, dass er ausgerechnet in einer Disco wieder auftaucht.“
„Vielleicht kennt seine Familie ihn nicht so gut, wie sie ihn zu kennen glaubt“, warf Cayden grinsend ein und schleuderte seinen Dolch in die Luft, um ihn dann wieder lässig aufzufangen.
Reagan schnallte seinen schweren Waffengurt ab, während er sich die Sache durch den Kopf gehen ließ. Wenn die Geschichte des Jungen stimmte, dann würde sich zumindest seine Sorge um die Zivilbevölkerung in Luft auflösen. Er wollte sich die Massenpanik gar nicht erst ausmalen, die unter den Vampiren ausbrechen würde, wenn bekannt werden sollte, dass die Organisation ihre Fänge ausweitete. Die meisten Vampire hatten von der Existenz der Solems nur eine vage Ahnung und er hatte nicht vor, diese Ahnung zu bestätigen und in Furcht zu verwandeln.
Doch er traute der Organisation nicht. Seit Jahrhunderten verfolgte er dessen Mitglieder nun schon und hatte immer wieder erlebt, wie verschlagen und hinterhältig sie waren. Vor allem aber zeichnete sie eines aus – Fanatismus. Der glühende Hass, der sie antrieb, war so mächtig, dass selbst Reagan, der voller Zorn und Wut war, ihn nicht begreifen konnte. […]
„Dwight soll sich den Jungen noch mal ansehen“, grollte Reagan.
Der sonst so gleichgültige Krieger war überraschenderweise derjenige mit dem sensibelsten Einfühlungsvermögen. Würde er diese Gabe nicht fortwährend unterdrücken, wäre er der beste Empath, den man sich vorstellen konnte. Nicht, dass man ihm das anmerken würde, denn Dwight war das mit Abstand kälteste Lebewesen, das auf diesem Planeten verkehrte.

Auf www.buchplaudereien.de, von Beate Döring (25.08.2012)


Inhalt:
Daphne lebt alleine mit ihrer kleinen Tochter. Als Tochter reicher Eltern, die anders ist und den Vorstellungen ihrer Eltern einer “guten Tochter” so gar nicht entspricht, hat sie es schwer sich und ihre Tochter durchzubringen. Das Leben ist nicht einfach und irgendwie scheint sie auch anders zu sein, als andere. Dann verursacht sie einen Autounfall und trifft auf Reagan. Das sie ihn kurz darauf näher kennenlernen wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Genauso wenig wie die Tatsache, dass er ein Vampir ist. Noch dazu der Anführer der “Shadowfall-Krieger”. Bisher hat sie noch nicht mal was von der Existens “solcher Wesen” geahnt.
Die Shadowfall-Krieger sind eine Gruppe von vier Vampiren – jeder mit einer besonderen Gabe ausgestattet, die für den Erhalt und das Überleben ihrer “Rasse” gegen die “Genus Solem” kämpfen.

Meine Meinung:
Nachdem ich ja in letzter Zeit sehr viele “Vampirbücher” lese und gelesen habe, bin ich immer wieder überrascht – wie viele Varianten von Vampiren es doch gibt. Auch hier konnte die Autorin mich wieder überraschen. Ich treffe hier zwar wieder auf Vampire, auf den Kampf zwischen gut und böse und auf Romantik. Aber das mag ich ja auch und das erwarte ich ja irgendwie auch von einem guten Vampirbuch. Aber diese Vampirkrieger sind wieder anders. Jeder hat seine eigene, ganz besondere Fähigkeit, über die ich zum Teil erst recht spät im Buch erfahre. Diese Krieger sind wirklich gefährlich – auch der Umgang untereinander ist nicht nur “wir haben uns alle lieb”. Da knallt es auch untereinander oft heftig. Und ich hatte manchen Absatz lang Angst, das etwas passieren könnte, was ich nicht lesen möchte … Aber sie sind auch liebenswert, jeder der vier Krieger auf seine eigene Art. Ja, auch Dwight – er weiß es nur nicht mehr oder vielleicht noch nicht? Und Reagan … auch ihn mag ich, obwohl ich ihn manchmal am liebsten in den Allerwertesten getreten hätte. Kerl, so kann man doch nicht mit einer Frau umgehen *kopfschüttel*.
Auch die Gegner sind in diesem Buch ganz stark – auf Grund ihrer Vielzahl und auf Grund ihrer Organisation. Und ihr erklärtes Ziel “alle Vampire auf der Welt auszurotten”, macht den Kampf spannend und interessant. Aber auch hier gibt es Charaktere, die total spannend und interessant sind. Und manchmal über sich selbst hinauswachsen.
Auch die Idee der Lyra (mehr kann ich nicht sagen ohne zu spoilern) finde ich wirklich klasse. Das Ende ist kein Cliffhänger, trotz Band 1, aber es ist so verfasst, das es in alle Richtungen offen ist. Es gibt hier so viele Möglichkeiten, in die sich die Saga weiterentwickeln kann, ich bin total gespannt!
Ach so, fast hätte ich vergessen es zu erwähnen: Den Prolog fand ich schwer zu lesen, wegen der vielen alten Namen und Bezeichnungen (der Prolog ist aus der Vergangenheit) und da dachte ich schon “oh weh, das wird hart” – aber das Buch hat mich dann ganz schnell eines besseren belehrt und ganz am Ende stand ich der Vergangenheit aus dem Prolog doch tatsächlich wieder gegenüber.

Fazit:
Für mich ist das wieder eins der Vampir-Bücher, das ich toll finde und das ich in ein paar Stunden verschlungen und mich dabei köstlich unterhalten gefühlt habe. Da es Teil 1 einer Vampir-Saga ist, kann ich nur sagen: ich werde diese Saga definitiv weiterlesen. Ich muss doch wissen wie es weitergeht!

Meine Wertung:
Ich hatte nichts auszusetzen, also gibt es wieder 5 von 5 Herzen!

Online: http://www.buchplaudereien.de/?p=738

Auf zauberspiegel-online.de, von Ingo Löchel


Im fernen Alcuria ist das Volk der Krieger und Wächter des Landes, die Va'ir, beinahe erloschen. Um ihr Überleben und damit die Zukunft des Landes zu sichern, schicken die mächtigsten Magier eine Gruppe Auserwählter durch ein Portal in eine andere Welt. Den Auserwählten wird ein Auftrag mit auf den Weg gegeben: Sie sollen das geheimnisvolle Symbol der Liya suchen und damit Alcuria retten.

Los Angeles, anderthalb Jahrtausende später: Der Vampir Reagan und seine Kriegergemeinschaft, die Shadowfall, kämpfen in einem geheimen Krieg um das Überleben ihrer Rasse, die durch brutale Überfälle der Organisation "Genus Solem" kurz vor der Ausrottung steht.

Reagan weiß, dass der trügerische Frieden nur die Ruhe vor dem Sturm ist - doch mit der schrecklichen Waffe, die die fanatischen Menschen erschaffen haben, um die Vampire vom Angesicht der Erde zu tilgen, hat selbst er nicht gerechnet. Ausgerechnet in diesen finsteren Stunden tritt die stille Empathin Daphne in sein Leben, ein Mensch, und sein Verlangen nach ihr wächst mit jeder Sekunde, die er in ihrer Gegenwart verbringt.

Doch wie eng sein Schicksal mit dem ihren und dem längst in Vergessenheit geratenen, Jahrtausende alten Auftrag verbunden ist, kann er noch nicht erahnen.

Glücklicherweise hat man es bei  „SHADOWFALL – SCHATTENWENDE“ nicht mit irgendwelchen Romance-Krams a la „Twilight“ etc. zu tun, in denen die Vampire  und andere Horror-Wesen romantisch verklärt werden, um eine Alibi-Handlung für einen Liebesroman zu haben.

Auch stehen im Roman keine abgedrehten Typen und Helden bzw. Heldinnnen im Vordergrund, die ständig Sex haben wollen (was natürlich an den Haaren herbeigezogen ist) oder irgendwelchen perversen Neigungen nachgehen.

In dem ersten Shadowfall-Roman der Autorin Katharina Seck steht die Handlung im Vordergrund, die spannend und gradlinig -  ohne Ausschweifungen und langweiligen Passagen – erzählt wird.

Mit Reagan, Dwight, Damir und Cayden präsentiert  uns Katherine Seck vier Vampir-Krieger, die die Gemeinschaft der Shadowfall bilden, die seit Jahrhunderten die Genus Solem bekämpfen, eine Organisation von Menschen, die die Vampire ausrotten und vom Antlitz der Erde fegen wollen.

Besonders interessant sind die unterschiedlichen Charaktere der vier gar nicht so perfekten Vampir-Krieger, die zudem viel ‚menschlicher‘ wirken und agieren als ihre Gegner die Genus Solem, die im Gegensatz zu den Vampiren im wahrsten des Sinne über Leichen gehen. Ob es nun Zivilisten oder Krieger sind.

Während Reagan  hart und unnachgiebig ist, ist Damir der schlaue Kopf der Shadowfall. Dagegen ist Dwight mitunter recht boshaft und verbittert und Cayden der Charmeur der vier Krieger.

Durch einen Verkehrsunfall, den Daphne durch ihre Unachtsamkeit verursacht, lernt die junge Frau Reagan den Anführer der Shadowfall kennen. Doch nach ihrer ersten Begegnung sieht es zu Anfang jedoch nicht  danach aus, dass sich zwischen den beiden so unterschiedlichen Wesen schnell eine Beziehung entwickelt. Doch Reagan gefällt die etwas schüchterne Art der jungen Frau.

Um sich vor der Sonne zu schützen, betritt der Vampir das Haus der völlig überraschten Daphne. Und da erkennt der Anführer der Shadowfall, dass die alleinerziehende Mutter etwas Besonderes ist. Denn Daphne  ist eine Empathin.

Alles in allem ist „SHADOWFALL “ SCHATTENWENDE“ nicht nur ein sehr  gelungener und spannender Debüt-Roman, sondern die Autorin Katharina Seck  muss sich auch nicht hinter ihren internationalen Kollegen und Kolleginnen verstecken. Ganz im Gegenteil.

Online: http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastik-horror-mainmenu-10/gedrucktes-mainmenu-147/9682-phantastische-romane-aus-dem-acabus-verlag

Über den Autor

Seck, Katharina

Seck, Katharina

Katharina Seck, Jahrgang 1987, wurde in Hachenburg geboren und wuchs als Einzelkind in dieser idyllischen, mittelalterlichen, von einem Schloss gekrönten Kleinstadt im Westerwald auf. Nach ihrer Fachhochschulreife machte sie eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Wenn sie nicht... mehr über den Autor

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